Heftiger Dämpfer im März für Bündner Bergbahnen
Bis Ende Februar war die Welt bei den Bündner Bergbahnen noch mehr als in Ordnung. Die Umsatzzahlen lagen nur minim unter jenen aus dem Spitzenwinter des Vorjahres. Im März kam dann aber der grosse Dämpfer: Die Branche musste einen deutlichen Rückgang bei den Gästezahlen sowie den Transportumsätzen verkraften, wie der am Montag veröffentlichte Branchenmonitor per Ende März zeigt. Dieser umfasst 23 von 52 Bergbahnunternehmen im Kanton oder rund 90 Prozent des Transportumsatzes.
Demnach resultierte bei den Bündner Bergbahnen im März im Vergleich zum starken Vorwinter ein Rückgang der Gästezahlen um satte 26 Prozent; die Transportumsätze gingen ähnlich stark zurück. Und auch im langfristigen Vergleich lag der März 2023 deutlich im Hintertreffen: Bei den Ersteintritten lag die Branche fünf Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt und zwölf Prozent unter dem Schnitt der vergangenen zehn Jahre (siehe Grafik). Anders ausgedrückt: Im März besuchten 150’000 Gäste weniger die Bündner Skigebiete als dies im Durchschnitt der letzten zehn Jahre der Fall war. Von der Baisse wurde keine der fünf Regionen (Mitte, Ober- und Unterengadin, Surselva und Davos Klosters) verschont: Alle verzeichneten stark rückläufige Zahlen (siehe Grafik).
Das Wetter spielte nicht mit
Die Gründe für den starken Rückgang im März ortet der Branchenverband Bergbahnen Graubünden bei den Witterungsbedingungen: Es war zu warm. Die Niederschläge fielen in Form von Regen statt Schnee. Das Geschäft sei Mitte März quasi «abgerissen», heisst es in der Mitteilung zum Branchenmonitor. Im Unterland habe Frühlingsstimmung geherrscht. «Das Gästebedürfnis, Schneesport zu betreiben oder Ausflüge in die Berge zu unternehmen, ging stark zurück.» Ein Teil der Bündner Skigebiete habe darum die Wintersaison bereits Ende März respektive anfangs April beendet.