Fasnächtler retten den «Fädäli-Friitig»
Zuerst die Coronaschutzmassnahmen, dann der Beizenmangel in Glarus: Eine weitere Ausnahmesituation für den Verein Fasnacht Glaris, der im vergangenen Dezember «schweren Herzens» entschied, auf die Organisation des diesjährigen «Fädäli-Friitigs» am 17. Februar zu verzichten. Aus zwei Gründen, wie Vizepräsident Marc Brunner sagt: «Zum einen war da die unklare Beizensituation und zum anderen fehlen uns die Helfer.»
Der Freitag nach dem schmutzigen Donnerstag («Schmudo») wird in Glarus traditionell als Beizenfasnacht mit Maskenprämierung gefeiert. Nur: Die drei noch verbliebenen Beizen, die bisher ihr Lokal fasnächtlich dekorierten und den «Fädäli-Friitig» massgeblich mittrugen, gingen nacheinander bis Ende 2022 zu. Die «Bierhalle» schloss ihre Tür für immer und die Zukunft der «Krone» bleibt weiterhin ungewiss. Einzig das «Glarnerstübli» ist seit wenigen Tagen wieder geöffnet.
Positive Wendung
Ein «Fädäli-Friitig» ohne traditionelle Beizenfasnacht, das geht doch nicht! Das haben sich einige eingefleischte Fasnächtler gesagt und kurzerhand ein Organisationskomitee «für den Erhalt des ‹Fädäli-Friitigs›» gebildet und dafür alle Hebel in Gang gesetzt. «Der ‹Fädäli-Friitig› findet in diesem Jahr nicht nur als Beizen-, sondern auch als Strassenfasnacht statt», sagt Angelo Ferrari, der Obmann des Glarner Fasnachtsverbands (Glafari). Er gehört neben Vertretern von Guggen, Wagenbaugruppen und dem Glafari zu den Initianten des spontanen «Fädäli-Friitig»-Revivals.
Sieben Lokale machen nun am diesjährigen «Fädäli-Friitig» mit (siehe Infobox). «Darunter ist auch die ‹Krone›, die extra für die Fasnacht öffnet», sagt Ferrari. Ab 18 Uhr wird dort DJ Harry für Stimmung sorgen. Und: «Dann können wir euch auch endlich erzählen, wie es mit der ‚Krone‘ weitergeht», verrät die IG «Es lebe die Krone» freudig auf ihrer Webseite.