Die wohl beste Batman-Produktion feiert ihr Comeback auf Netflix
1. Hollywoodreifes-Storytelling
Obwohl die erste Episodenausstrahlung von «Batman: The Animated Series» schon 31 Jahre her ist, gilt die Serie für viele Fans des Dunklen Ritters heute noch als die beste Interpretation der bekannten Figur des Comicverlags DC Comics – und das nach all den vielen Filmen, die danach erschienen sind.
Jede 22-minütige Episode der Serie wirkt wie ein kostbares kleines Juwel, das mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurde. Beginnend mit dem ikonischen Vorspann, den man immer wieder gerne ansieht, bis hin zur anschliessenden atmosphärischen Titel-Illustration. Die Episoden besitzen ihren eigenen einzigartigen Rhythmus und eine ganz besondere Herangehensweise an die Handlungen.
Realismus und die lebensnahe Erzählweise zeichnen das Storytelling dieser Serie aus. In dieser Produktion geht es nicht darum, wie Batman wieder einmal die Welt retten muss, sondern um das Wohl der einfachen Bürger von Gotham.
Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt der Serie ist, dass sie den titelgebenden Charakter nicht in jeder Folge als den Hauptdarsteller präsentiert. Es ist daher nicht ungewöhnlich, dass die Serie auch die Hintergrundgeschichten der Bürgerinnen und Bürger sowie den Bösewichten erzählt und aufzeigt, welche Motivation sie antreibt, gegen Batman anzutreten.
2. Schurkinnen und Schurken en masse
In den zahlreiche Batman-Filmen lag der Fokus normalerweise auf einer bestimmten Anzahl von berühmten Schurken, deren Namen den Leuten sofort einfallen, wie zum Beispiel der Joker, Two-Face oder Scarecrow. Tief in ihre Ursprungsgeschichten gingen die Filme und Serien rund um den Dunklen Ritter selten. Die Zeichentrickserie ging einen anderen Weg. Sie erkundete nicht nur Charaktere aus den Comics, sondern verlieh ihnen auch Bedeutung in den Augen des maskierten Vigilanten. Fast eine ganze Episode oder sogar zwei wurden Schurken wie dem Spielzeugmacher, Clayface, dem Uhrmacher, dem Phantasm, Killer Croc und vielen anderen gewidmet. Die heute bekannte Schurkin und Antiheldin Harley Quinn entstammte übrigens aus der Serie und nicht aus den Comics.