Adrian Hirt und das zerstörte Lebenswerk
Bereits wenn man vor dem Haus steht, steigt einem der Geruch von Verbranntem und Russ in die Nase. Am vergangenen Sonntag stand im Dorfzentrum von Tschiertschen ein Gebäude in Flammen. Auch vom Brand betroffen war das Alpenhirt-Lädeli, das unter anderem Trockenfleischspezialitäten, Hanfprodukte und sozial produzierte und gehandelte Spezialitäten und Kuriositäten anbietet.
Vom Alpenhirt-Lädeli ist nicht mehr viel übrig: Im Inneren des Gebäudes lässt sich nur noch erahnen, wie sehr die Flammen gewütet haben müssen. «Das Lädeli, die Wohnung unterhalb des Lädelis und auch die beiden Büros im ersten Stock – alles ist zerstört», erzählt Adrian Hirt, Gründer und Geschäftsleiter des Alpenhirts. Man merkt, dass ihm der Anblick der Zerstörung schwerfällt. Doch das sei noch nicht alles. Hirt hat über den Büroräumen gewohnt, und auch davor hat das Feuer keinen Halt gemacht. «Auf der einen Seite musste das Haus wegen der Löscharbeiten sogar aufgeschnitten werden», berichtet er. Grosse Schäden seien auch aufgrund der Rauchentwicklung entstanden.
«Wir stehen unter Schock»
«Als ich vom Brand erfahren habe, wollte ich es erst gar nicht richtig wahrhaben», sagt Hirt. Er habe daraufhin seinen Nachbarn angerufen, und als dieser aus dem Fenster geschaut habe, habe er den Brand bestätigt. «Ich bin sofort hergefahren und sah, wie mein ganzes Hab und Gut brannte. Wir stehen alle noch unter Schock.»
Jetzt kommen erst einmal die Versicherung und der Gebäudeschutz und begutachten alles, wie Hirt erklärt. Seine Gedanken seien aber auch bei dem schwerverletzten Brandopfer. «Ich hoffe, dass es ihm gut geht.»