Ja, der Glarner Juli war nass. Aber er war auch ein halbes Grad zu warm – und zu kalt
Felix Blumer*
Der Juli startete im Glarnerland mit Hitzetagen. Sowohl am 1. Juli als auch am 2. Juli gab es in Glarus mehr als 30 Grad. Danach waren aber Hitzetage im Glarnerland passé. Bis zum 5. Juli wurden immer noch Sommertage verzeichnet, dann gingen die Temperaturen weiter nach unten. Ab dem 7. Juli wurde es im Glarnerland kühl, und dabei blieb es mehrheitlich.
Vom 7. bis 9. Juli wurden nicht einmal 20 Grad erreicht, mit dem Tiefpunkt am 8. Juli und nur noch 14,7 Grad. Danach erholten sich die Temperaturen leicht, besonders am dritten Juliwochenende, als wieder Sommertage verzeichnet wurden.
Danach ging es erneut runter mit der Temperatur. Am 28. Juli wurden nur noch 14,4 Grad in der Stadt gemessen. In Elm waren die Temperaturen noch bescheidener. Neben 29,2 Grad am 2. Juli gab es nur noch zwei weitere Sommertage. Am 8. Juli wurden sogar nur noch 11,6 Grad als Tageshöchstwert gemessen. Trotz allem war der Juli in Glarus und Elm gut ein halbes Grad wärmer als die klimatologisch relevante Norm der Jahre 1961 bis 1990.
Im Vergleich zu den letzten 30 Jahren war es dagegen mehr als ein halbes Grad zu kühl. Eindeutig kälter war der Juli letztmals 2011. 2021, 2014 und 2012 war die Durchschnitts-Temperatur des Julis etwa ähnlich tief.
Nur einzelne Hitzetage
Allen Unkenrufen zum Trotz: Genf verzeichnete im Juli zehn Hitzetage, drei mehr als die Norm der letzten 30 Jahre. Auch in Biasca wurde der Wert von 30 Grad zehnmal erreicht oder sogar übertroffen. Im Mittelland gab es dagegen meist nur drei oder vier Hitzetage, einen oder zwei weniger als sonst im Juli. Der nationale Monatshöchstwert wurde in Basel mit 35,7 Grad verzeichnet, dies am 2. Juli. Generell lagen die Temperaturen 0,5 bis 1 Grad über der Norm 1961 bis 1990, im Süden waren es etwa 1,5 Grad.