Wahl Glarnerin oder Glarner des Jahres 2023: Das Voting ist beendet
Ausgewählt wurden die sieben Nominierten für den «Glarner des Jahres 2023» respektive die «Glarnerin des Jahres 2023» von der Redaktion der «Glarner Nachrichten». Die Menschen wurden in Porträts vorgestellt, eine Übersicht findet ihr weiter unten im Artikel. Im Rahmen der Wahl sollen Glarnerinnen und Glarner gewürdigt werden, die im Jahr 2023 etwas Inspirierendes geleistet haben und mit ihrem Engagement aufgefallen sind.
Bis am 18. Januar um 12 Uhr könnt ihr abstimmen.
Wer soll «Glarner des Jahres» respektive «Glarnerin des Jahres» werden?
Ihr seid noch unschlüssig? Hier sind die Nominierten im Überblick:
Pietro L'Abate, Hausarzt
«Das macht jeder Arzt», meint Pietro L'Abate zu seinen Arbeitstagen, die gerne elf oder zwölf Stunden dauern. Er übernahm im Jahr 2005 eine Hausarztpraxis in Ennenda. Jeden Tag behandle er etwa 50 Patientinnen und Patienten. Dazu kommen die Menschen im Hospiz im Salem, die Bewohnenden von zwei Altersheimen und die Flüchtlinge im Rain in Ennenda.
Sara und Romano Frei, Berghotel «Mettmen»
Sara und Romano Frei-Elmer führen seit 2016 erfolgreich das Berghotel «Mettmen» mitten im Freiberg Kärpf und haben es zu einem Aushängeschild des Glarner Tourismus gemacht. «Der Erdrutsch Wagenrunse ist für alle wie eine offene, blutende Wunde», sagen sie. Doch Freis lassen sich nicht entmutigen und investieren weiter für ihr Hotel und ihre Angestellten.
Zorica Reithebuch, Partyorganisatorin
Die angehende Sozialpädagogin Zorica Reithebuch erfüllt die Wünsche und Sehnsüchte von Menschen mit Beeinträchtigung. Die 39-jährige Glarnerin forderte im «Holästei» in Glarus diese Personen zum Tanzen auf – zusammen mit Menschen ohne Beeinträchtigung. Reithebuch hat sich zum Ziel gemacht, solche Partys mehrmals pro Jahr zu organisieren.
Sandra Bächtiger-Streiff, Hilfsaktion-Gründerin
Am 30. Dezember 2022 wurde bei Sandra Bächtiger-Streiff Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. Eine seltene und sehr aggressive Form von Krebs. Die Hätzingerin liess sich aber nicht unterkriegen – im Gegenteil. Noch während der Chemotherapie hatte sie die Idee, eine Hilfsorganisation zu gründen. Bei «Geteilte Hilfe – Doppelte Hilfe» steht der Mensch im Mittelpunkt.
Hans Brupbacher, Musikwoche Braunwald
Der 76-jährige Hans Brupbacher ist das Gesicht der Glarner Musik. Als Mitbegründer und jahrelanger Leiter der Glarner Musikschule hat er Generationen von Glarnerinnen und Glarnern ein Instrument näher gebracht. Er ist aber auch ein unermüdlicher Kämpfer im Hinter- und Vordergrund. Und bis letztes Jahr hat er auch noch die Musikwoche in Braunwald geleitet.
Beatrix Künzli, Tischlein deck dich
Beatrix Künzli ist die Leiterin der Glarner Abgabestelle des Vereins Tischlein deck dich im Buchholz. Durch ihr Engagement können über 200 Glarnerinnen und Glarner die in Armut leben jeden Dienstag mit Lebensmitteln versorgt werden, die sonst im Abfall landen würden. Zusammen mit rund zwanzig anderen Frauen betreibt Künzli eine der rund 160 Schweizer Abgabestellen.
Primarschule Schwanden, Hilfe für die Rutschopfer
Die Lehrerinnen der Primarschule Schwanden und ihre 120 Schülerinnen und Schüler haben eine Woche lang Selbstgebasteltes verkauft, um mit dem Erlös den Opfern des Erdrutsches in der Wagenrunse von Ende August zu helfen. So sind nicht weniger als 12 000 Franken zusammengekommen. «Die Kinder waren unheimlich stolz, als die dem Gemeindepräsidenten den Scheck überreichen durften», sagt Suzanne Largo.