Trotz SRF-Dok-Film: Christliche Schule in Kaltbrunn bezahlt keine Steuern
«Dienet dem Herrn» oder lateinisch «Domino Servite» hiess die evangelikale Schule, als Jürg Läderach diese 1995 in Kaltbrunn gründete. Über die von ihm geleitete Evangelische Gemeinschaft Hof Oberkirch (EGHO) war sie bis 2019 eng mit der südafrikanischen Kwasizabantu-Mission verbunden. Um Domino Servite und die Mission Kwasizabantu Schweiz kursierten immer wieder Gerüchte, wonach in beiden Institutionen Kinder geschlagen und psychisch unter Druck gesetzt würden.
Das erhärtete sich, als im Sommer 2022 der Schlussbericht zu einer unabhängigen Untersuchung erschien, den die Nachfolgeorganisationen Christlichen Schule Linth (CSL) und die EGHO in Auftrag gegeben hatten. Darin war von «Grenzüberschreitungen und teilweise schweren Missbräuchen in religiöser, psychischer, körperlicher und sexueller Hinsicht» die Rede.
Firma leidet mit dem Ex-Patron
Im Dok-Film wurden auch gegen den einstigen EGHO-Leiter Jürg Läderach Vorwürfe erhoben. Er habe niemals Schülerinnen oder Schüler geschlagen oder misshandelt, erklärte er nach der Ausstrahlung. Das habe er auch in einer eidesstattlichen Erklärung auf einer Glarner Anwaltskanzlei festgehalten.
Auch wenn die Unschuldsvermutung gilt und sich Jürg Läderach schon Anfang 2022 aus der Läderach Schweiz AG zurückgezogen hatte, drohte auch dem Unternehmen ein Die Geschäftsführung der Läderach-Gruppe hatte der Sohn des einstigen Patrons, Johannes Läderach, bereits per 1. März 2018 übernommen.