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Glarus

Asylsuchende sind aus der Unterkunft in der Allmeind in Glarus ausgezogen

Südostschweiz
12.03.2024, 14:29 Uhr
gestern um 16:56 Uhr

Das Bundesasylzentrum in der Zivilschutzanlage und Truppenunterkunft Allmeind in Glarus ist Anfang März geschlossen worden. Der Betrieb des Zentrums war von Anfang an auf fünf Monate befristet. Die Verantwortlichen ziehen laut einer Mitteilung des Kantons Glarus eine positive Bilanz.

Die Anlage wurde auf den 8. März geräumt, wie der Kanton schrieb. Betrieben worden ist die Asylunterkunft von Mitte Oktober an vom Staatssekretariat für Migration (SEM). «Die Zusammenarbeit funktionierte sehr gut. Der Kanton Glarus hat dem Bund in einer Notlage gerne geholfen», wird Audrey Hauri, Leiterin Hauptabteilung Soziales beim Kanton Glarus, in der Mitteilung zitiert.

Maximal 110 Asylsuchende konnten in der Allmeind untergebracht werden, wie das SEM auf Nachfrage schreibt. «Am 7. März waren noch 22 Personen im Zentrum. Sie wurden auf andere Zentren in der Asylregion Ostschweiz verteilt», schreibt SEM-Mediensprecher Samuel Wyss.

Unterkunft direkt unter einem Schiessstand

Im letzten Sommer haben die Belegungszahlen der Bundesasylzentren gezeigt, dass die bestehenden Plätze nicht mehr ausreichten. Deshalb hat der Bund die Kantone damals um Hilfe gebeten. Der Kanton Glarus stellte dem SEM dann die Zivilschutzanlage Allmeind für die vorübergehende Unterbringung von Asylsuchenden zur Verfügung. Diese war laut dem Kanton am besten geeignet.

Die Zivilschutzanlage in der Allmeind befindet sich direkt unter dem Schiessstand. «Dem SEM ist diese Problematik bewusst», schrieb das Amt auf Nachfrage der «Glarner Nachrichten» im Oktober. Das wichtigste Ziel sei es, allen Asyl- und Schutzsuchenden vom ersten Tag an ein Dach über dem Kopf zu geben. Wegen der hohen Anzahl neuer Asylgesuche seien sie auf die Nutzung von zusätzlichen Unterbringungsmöglichkeiten wie Zivilschutzanlagen und Armeeturnhallen angewiesen gewesen. (sda/gos)

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