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Wirtschaft

WEF-Gründer Klaus Schwab zeigt Verständnis

Obwohl er das Schweizer Bürgerrecht nicht verliehen bekommt, zeigt sich Klaus Schwab «dankbar».
13.11.2019, 11:49 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Im kommenden Januar wird das World Economic Forum (WEF) in Davos zum 50. Mal durchgeführt. Zu diesem Jubiläum sollte WEF-Gründer Klaus Schwab als Dankeschön für seine Verdienste eigentlich das Schweizer Bürgerrecht verliehen werden. Wie Recherchen der «Südostschweiz» zeigten, wird daraus aber nichts. Es fehlt hierfür schlicht die Rechtsgrundlage.

Gleichwohl zeigt sich der 81-jährige Deutsche, der im Kanton Genf wohnt, keineswegs verärgert. Wie Schwab in einer Stellungnahme schreibt, hat er sich «sehr gefreut», dass über eine besondere Ehrung aus Anlass des 50. Jahrestages nachgedacht worden sei. «Ich bin für diese Geste dankbar.» Schwab hat auch «volles Verständnis dafür», dass die Verleihung des Schweizer Bürgerrechts aus juristischen Gründen nicht realisiert werden kann. Er habe nie um das Schweizer Bürgerrecht ersucht.

Starke Wurzeln in der Schweiz

Mit der Schweiz ist Schwab, der in Ravensburg geboren wurde, stark verbunden. Er lebt seit über 60 Jahren hier, seine Frau Hilde Schwab ist zudem gebürtige Schaffhauserin. Und auch seine Eltern und drei seiner vier Grosseltern haben ihre Wurzeln in der Schweiz. Schwab schreibt denn auch, er fühle sich in der Schweiz heimisch und verwurzelt. Er habe sich aber – geprägt von den Schrecken des Zweiten Weltkriegs – immer als Europäer gefühlt, «und dabei war die nationale Identität sekundär». 

Der Kanton Graubünden prüft nun, wie die Verdienste von Klaus Schwab am kommenden WEF-Jahrestreffen anderweitig gewürdigt werden können. Die Gemeinde Davos hat Schwab bereits in der Vergangenheit mehrfach geehrt. Unter anderem hatten der WEF-Gründer und seine Frau Hilde vor 20 Jahren das Davoser Ehrenbürgerrecht erhalten. 

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