Tourismusbüro Elm zieht dorthin, wo die Gäste sind
Bianca Kohler, Yvonne Wezel und weitere Helfer sind schwer beschäftigt. Auch der Vorstand von Ferienregion Elm legt Hand an. Alle Prospekte, Computer sowie das Archiv werden vom Standort Säge in Elm in den Pavillon bei den Sportbahnen gezügelt.
Für das äussere Erscheinungsbild fehle noch die Holzverschalung, erklärt Kohler. Im Innern ist der Pavillon mit neuen hellen Möbeln eingerichtet. Im vorderen Raum werden gerade die neusten Prospekte in Regalen versorgt. Auch für ein kleines, abgetrenntes Büro für die Leiterin von Elm Ferienregion gibt es Platz.
Mehr Leute im Büro beraten …
«Unser Ziel ist ganz klar, näher bei den Gästen zu sein», erklärt Kohler. «Hier erwarten wir mehr Laufkundschaft als am früheren Ort in der Säge.» Letzten Sommer hat der Vorstand von Elm Ferienregion den Beschluss gefasst, einen geeigneteren Standort zu suchen. Fündig wurde er im Areal der Sportbahnen, wo sich das Tourismusbüro vor Jahren auch schon einmal befand. Mit einem strahlenden Gesicht stapelt die Leiterin bereits ausgepackte Bananenschachteln aufeinander. Alle Seiten stünden hinter dem Umzug, sagt Kohler. Ob es neben der geografischen Nähe zu den Sportbahnen allenfalls auch gewisse Synergien geben könnte, sei noch offen.
Was das Marketing, das Beantworten von Telefonanfragen, das Kreieren und auch Versenden von Prospekten betrifft, ändert der neue Standort nichts. Bei der 1:1-Gästebetreuung möchte Kohler aber zulegen. So plant sie auch Öffnungszeiten am Sonntag, «um dann offen zu haben, wenn die meisten Gäste da sind».
Seit Februar ist die 24-jährige Kohler als Leiterin der Geschäftsstelle und Nachfolgerin von Jonas Schaffner angestellt. Sie lacht. «Sie habe sich gut eingelebt. Mir gefällt es in Elm.»
… und aktiver auf Social Media
Die junge Glarnerin versteht sich nicht nur aufs Zügel-Kisten-Stemmen. Auf die Frage, was sie schon alles in Elm angepackt habe, überlegt sie kurz. Im April sei das Sechseläuten in Zürich im Vordergrund gestanden. Was auch schon einige Gäste ins Büro in Elm geführt habe.
Im Vergleich zu ihren Vorgängern sei sie in den sozialen Medien aktiver unterwegs, so Kohler. Da sie in Chur Tourismus mit dem Schwerpunkt E-Commerce und -sells studiert habe, könne das Wissen in ihre Arbeit einfliessen. Für die Benutzer von Smartphones und Tabletcomputer hat sie gerade die Webseite auf responsives Webdesign umgestellt. Dass sie ihr Wissen kurz nach dem Studium in ihrem Heimatkanton anwenden könne, bezeichnet Kohler als Traum.
Schon ihre Maturaarbeit drehte sich um ein Tourismusthema. Darin befasste sie sich mit der Klimaerwärmung und deren Konsequenzen für den Glarner Wintertourismus. Ihre Bachelorarbeit schrieb sie in Zusammenarbeit mit der Ferienregion Elm.
Auf einen Lieblingstipp in ihrer Ferienregion will sie sich nicht festlegen. Mit den vier Bergbahnen könne sie tolle Angebote vermitteln, sei dies der Riesenwald oder das Tschinglengebiet ob Elm, ein Ausflug in die Weissenberge in Matt oder Kies-Mettmen mit neuem Berghotel am Stausee. Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Anbietern in der Ferienregion Elm bezeichnet sie als gut. Dann macht sie sich wieder an die Arbeit. Bis zum nächsten Tag soll schliesslich alles schön eingerichtet sein.»