Bündner Industrie ist viel sauberer geworden
Die Jugend marschiert wieder durch die Städte. «Gopfridstutz jetzt Klimaschutz», «Üsi Zuakunft», «System Change not Climate Change» – so tönte es am Freitag an den zahlreich ausgetragenen Klimastreiks im Land. So auch in Chur, wo eine Velodemo stattfand. Ein grosses Ziel der Jugendbewegung ist es, die Treibhausgas-Emissionen bis 2030 auf null zu reduzieren.
Doch wie sieht es mit den CO2-Emissionen in Graubünden aus? Zahlen vom Amt für Umwelt und Natur zeigen, dass zumindest die Bündner Industrie den CO2-Ausstoss in den vergangenen Jahren deutlich reduzieren konnte. Von 2005 bis 2016 sanken die Emissionen von 760'191 Tonnen CO2 auf 471'376 Tonnen, was einem Rückgang um 38 Prozent entspricht.
Reduktion wegen Klimaschutz?
Dass damit nun aber schon alles Reduktionspotenzial in der Bündner Industrie ausgeschöpft wurde, denkt Beat Calonder vom Amt für Umwelt und Energie nicht. Trotzdem anerkennt der Experte, dass der Industriesektor den CO2-Ausstoss überdurchschnittlich senken konnte. Calonder sieht seit 2005 einen «deutlichen Abwärtstrend» und führt diesen auf «Verringerungsabsichten» der Industrie zurück.
Ob die Bündner Industrieunternehmen das Klima retten möchten oder ob die Reduktion nur ein Weg ist, Kosten zu sparen, kann Calonder nicht einschätzen. Fakt ist: Der reduzierte Ausstoss hilft dem Klima. Und Potenzial, den Ausstoss weiter zu reduzieren, ist vorhanden.
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