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Die Churer-Maske gibt es erst im Juni

Das Bild haben viele Churerinnen und Churer gesehen: Stadtpräsident Urs Marti trägt eine Churer Schutzmaske. Hergestellt wurde sie von EcoGrischun. Aber: Man bekommt sie nirgends – noch nicht.

Südostschweiz
Sonntag, 17. Mai 2020, 04:30 Uhr Stofflieferant ist konkurs
Stadtpräsident Urs Marti trägt einen Prototypen der Churer Schutzmaske.
PHILIPP BAER

Die Idee hatte EcoGrischun, eine Fertigungswerkstätte für Erwachsene in Chur. CEO Adrian Ciardo bestätigt auf Anfrage, dass es ungefähr zehn Prototypen der Churer Maske gibt. Eine davon hat Stadtpräsident Urs Marti während der Medienkonferenz zur Kampagne «Ich schütze dich und mich» getragen – und bekannt gemacht. Seither gab es immer wieder Anfragen – und bereits 3000 Bestellungen.

Nur, es gibt nach wie vor nur die Prototypen der Maske. Und dies, obschon EcoGrischun sich an die Produktion gemacht hat. Wie Ciardo sagte, fehle der Stoff für die Produktion. Und dies, weil das Glarner Familienunternehmen, welches den Stoff liefern sollte, kürzlich Konkurs anmelden musste. «Ersatz zu finden ist nicht einfach, weil es in der Schweiz nur noch wenige Stoff-Hersteller gibt. Und weil die Produktion des Stoffes für Schutzmasken aufwändig ist», so Ciardo weiter.

Inzwischen würden aber Offerten vorliegen und Ciardo ist zuversichtlich, dass der benötigte Stoff innert vier Wochen zur Verarbeitung vorliegen wird.

Erhältlich wird die Schutzmaske für 9.90 Franken bei EcoGrischun und den angeschlossenen Brockenhäusern, Velogeschäften und der Schreinerei sein. Und natürlich online. «Wir erhalten derzeit auch Bestellungen aus Österreich und Deutschland.» Ciardo vermutet, dass diese von Heimweh-Churern kommen. Diese können sich dann auch sicher sein, dass ihre neuen Masken alle nötigen Vorgaben entsprechen, denn im Auftrag der «National Covid-19 Science Task Force» des Bundes sind präzise Vorgaben für textile Masken definiert worden, die das Risiko der Coronavirus-Verbreitung minimieren. (phw)

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Ich verstehe nicht, dass Chur eine eigene Kampagne in Sachen Corona-Virus fahren muss, wenn der Bund bereits umfassend informiert. Wenn das jede Stadt/Gemeinde mächen würde, würde dies zu mehr Verwirrung führen und zudem unnötig Steuergelder verschwenden. In Chur hat diese Kampagne den faden Beigeschmack, dass damit der Stadtpräsident sich für die kommenden Regierungsratswahlen positioniert, mit Hilfe der Churer Steuerzahler*innen!

Ohhhmein Gott!!! Das neue Modeaccessoire von Graubünden gibts im Juni....... ja na besser spät als nie!!!
Das Geld hätte man sich sparen können. Davon abgesehen wie viele Personen überhaupt einen Mundschutz tragen. Ein riesen Aufwand von Plakaten Hinweisschilder ect. wurde betrieben das Leute beim nutzen im ÖV einen Mundschutz tragen sollen und was kommt dabei raus??? Bei einer Dienstschicht als Zugbegleiter von vier Zügen pro Tag tragen gesamthaft max. 3 Fahrgäste einen Mundschutz. Am besten man hört nun mit dieser Mundschutzkampagne auf weil niemand mehr das hören und lesen will. Als die Situation akut war hatte man zu wenig Masken und man vertuschte, so gut es ging, wie akute die Situation überhaupt war. Jetzt wo sich die Situation bessert, gibts an jeder Hausecke Masken nur weil man zum jetzigen Zeitpunkt massenhaft davon hat. Überal werden Lockerungsmassnahmen eingeleitet und das tragen einer Maske wird immer mehr zum Dauerbrenner. Da stimmt etwas nicht!!!!

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