2019 bringt für Spital Linth neue Herausforderungen
Immer im Januar blickt das Spital Linth gemeinsam mit den Behördenvertretern und Hausärzten aufs alte Jahr zurück und skizziert die Herausforderungen fürs neue Jahr. Stephan Bärlocher von der Geschäftsleitung begrüsste am vergangenen Donnerstagabend die vielen Gäste anstelle von Spitaldirektor Urs Graf, der sich einer Rückenoperation unterziehen musste.
Das Jahr 2018 war für das Spital Linth finanziell ein schwieriges Jahr, weil durch die Eingriffe der Politik in die Tarifstruktur massive Einbussen zu verkraften sind. So nahm das Spital Linth für die gleichen Leistungen über eine Million Franken weniger ein. Weitere Mindererträge folgen durch die vermehrten ambulanten Eingriffe, welche nicht kostendeckend erbracht werden können.
Neubaueröffnung im März
Auch werde sich in Zukunft die Amortisation der Neubauten spürbar auswirken, betonte Bärlocher. Trotz diesen Vorgaben ist das Spital Linth aber in grosser Vorfreude, kann doch anfangs März der Neubau bezogen werden. 50 Jahre nach dem damaligen Neubau kann das Spital mit dem Erweiterungsbau den heutigen Ansprüchen an Infrastruktur und modernen Angeboten gerecht werden.
Regierungsrätin Heidi Hanselmann als Vorsteherin des Gesundheitsdepartements und Felix Sennhauser als Verwaltungsratspräsident der Spitalverbunde gratulierten in ihren Referaten den Mitarbeitenden und der Geschäftsleitung des Spitals Linth, welche trotz laufendem Um- und Neubau ausgezeichnete Leistungen für die Patienten und die Region erbracht haben. Nach den jahrelangen erschwerten Umständen sei der Bezug des Neubaus anfangs März ein grosser Meilenstein und gleichzeitig Ansporn, sich den wachsenden Anforderungen zu stellen. Die Bevölkerung ist am Samstag, 29. Juni, zu einem Tag der offenen Tür im Neubau eingeladen.
Bewegte Spitalpolitik
Regierungsrätin Heidi Hanselmann blickte auf eine bewegte Spitalpolitik zurück, weil der Bundesrat zweimal in die Vergütungsstruktur von ambulanten Behandlungen eingegriffen hat. Der Kanton St. Gallen ist davon doppelt betroffen, da er bereits die zweittiefsten Vergütungen in der Schweiz erhält. Für das Spital Linth heisst das 83 Rappen pro Tarifpunkt. Nachbarkantone bekommen 89 Rappen, und schweizweit sind es gar bis 98 Rappen.