1000 Strommasten verschwinden
Im Engadin wird das bestehende 60-kV-Talversorgungsnetz durch ein neues 110-kV-Netz ersetzt. Die neue Talleitung führt von Pradella via Zernez bis nach Bever. Sie wird als Kabelleitung erstellt, womit im Engadin rund 1000 Holzstangen rückgebaut werden können. Davon profitieren Landschaft und Natur. Laut Michael Roth, Direktor Engadiner Kraftwerke, führt der Umbau zu einer deutlichen Verbesserung der Stromversorgung in den Engadiner Gemeinden. Im Kabelgraben wird zudem eine Glasfaserleitung verlegt, wodurch das Projekt "Mia Engiadina" einen wichtigen Schritt vorwärts gebracht werden kann. Die ersten Tiefbauarbeiten starten im Frühling 2017. Die zweite Etappe ist für 2018 geplant.
35 Millionen zahlt EKW
Das Projekt steht im Zusammenhang mit dem Ausbau der Hochspannungsleitung von Swissgrid, dem nationalen Verbundnetz. Erst damit wird es für die EKW finanziell tragbar, eine neue Talleitung zu bauen. Das einheimische Stromunternehmen investiert 35 Millionen Franken in Anlagen und Leitungen. Gemeinsam mit den Swissgrid-Projekten beläuft sich das Gesamtbudget auf 150 Millionen Franken. Die EKW sind Bauherren von 100 Millionen Franken. Ganze 500 Dienstleistungsverträge mussten abgeschlossen werden.