91 Prozent mehr indische Gäste in Graubünden
Graubünden konnte einen Anstieg der Logiernächte verzeichnen. Im Juli 2019 gab es 3,9 Prozent mehr Übernachtungen als noch im Juli 2018. Besonders auffällig: Diesen Sommer kamen 91 Prozent mehr indische Gäste nach Graubünden als noch im Vorjahr. Das war bereits im Januar der Fall. Patrick Casanova vom Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden erklärt das Phänomen wie folgt: «Im Frühjahr fand eine grosse Hochzeit statt, die auch medial starken Anklang fand. Deswegen schnellten damals die Zahlen so in die Höhe.» Die Hochzeit ist längst Vergangenheit, die steigenden Zahlen der indischen Besucher aber top aktuell. Auch dafür hat Casanova eine Erklärung: «Im Schweizer Tourismus wird der asiatische Markt aktiv angeworben. In Graubünden noch nicht so stark wie in der Innerschweiz, aber doch sehr gezielt.» Dies dürfte besonders mit dem schwankenden Euro zusammenhängen. Sinkt der Wert des Euros, bleiben die Gäste aus dem Euroraum aus.
Region San Bernardino boomt
Während Disentis Sedrun im Juli 2019 11,6 Prozent weniger Logiernächte verzeichnete als noch im Sommer des Vorjahres, konnte die Region San Bernardino, Melsolcina/Calanca einen Anstieg von 44 Prozent vermelden. Im Schweizerischen Vergleich schneidet Graubünden nur mittelmässig ab. Die Regionen Fribourg und Basel verzeichneten mit 14,3 Prozent und 10,7 Prozent mehr Logiernächten ein deutlich besseres Resultat. Im Vergleich zum Juli 2018 ist besonders die Region Ostschweiz klarer Verlierer – insgesamt 5.6 Prozent weniger Logiernächte wurden gebucht.