«Du hast zwei Töchter»: Tennis-Legende richtet deutliche Worte an Roger Federer
Die Aufnahme in die International Tennis Hall of Fame sollte eigentlich ganz im Zeichen von Roger Federers aussergewöhnlicher Karriere stehen. Doch wenige Tage nach den Feierlichkeiten in Newport sorgen deutliche Worte von Tennis-Legende Billie Jean King für Diskussionen.
Billie Jean King wünscht sich mehr Einsatz von Federer
King gehört zu den prägendsten Persönlichkeiten im Kampf für die Gleichberechtigung im professionellen Tennis. Nun nimmt sie ausgerechnet Roger Federer in die Pflicht.
«Ich wünschte, er würde sich stärker für Gleichberechtigung einsetzen», sagte die ehemalige Weltranglistenerste im Umfeld der Feierlichkeiten in Newport. Dabei brachte King auch Federers Familie ins Spiel.
Immer wieder erinnere sie den Schweizer daran, dass er zwei Söhne und zwei Töchter habe. In seinem Haushalt herrsche damit zwischen Männern und Frauen ein Verhältnis von 3:3, argumentierte die Amerikanerin.
Hinter Kings Kritik steckt eine grundsätzliche Forderung: Federer hätte seine enorme Bekanntheit und seinen Einfluss im Welttennis ihrer Ansicht nach noch stärker nutzen können, um sich für Gleichstellung einzusetzen.
Billie Jean King kämpft seit Jahrzehnten für gleiche Preisgelder
Dass ausgerechnet King dieses Thema anspricht, ist kein Zufall. Die 39-fache Grand-Slam-Siegerin im Einzel, Doppel und Mixed gehörte zu den wichtigsten Wegbereiterinnen des professionellen Frauentennis.
Anfang der 1970er-Jahre kämpfte sie gemeinsam mit anderen Spielerinnen gegen die erheblichen Unterschiede bei den Preisgeldern. King gehörte zu den Gründerinnen der Women's Tennis Association (WTA) und setzte sich dafür ein, dass Frauen im professionellen Tennis finanziell gleichgestellt werden.
