Roger Federer überrascht: Diese Niederlage bereut er bis heute am meisten
Zwei Matchbälle, eine historische Chance und am Ende eine der schmerzhaftesten Niederlagen seiner Karriere: Das Wimbledon-Finale 2019 gegen Novak Djokovic dürfte vielen Federer-Fans noch heute in Erinnerung sein. Doch Roger Federer selbst blickt überraschend anders auf das verlorene Endspiel zurück.
Federer: Niederlage gegen Djokovic ist nicht sein grösstes Bedauern
Im Wimbledon-Finale 2019 stand Federer unmittelbar vor seinem 21. Grand-Slam-Titel. Beim Stand von 8:7 im fünften Satz hatte er bei eigenem Aufschlag zwei Matchbälle – Djokovic wehrte beide ab und gewann später das dramatische Finale.
Federer bezeichnet den möglichen Triumph rückblickend zwar als etwas ganz Besonderes. Er sei damals 38 Jahre alt gewesen, habe ein grossartiges Turnier gespielt und wäre nach Siegen über Nadal und Djokovic nacheinander Wimbledon-Champion geworden.
Trotzdem sagt Federer über seine Karriere rückblickend sinngemäss:
Ich bereue die Niederlagen gegen Rafa und Delpo mehr als die Matches gegen Novak.»
Damit meint der Schweizer vor allem zwei Endspiele, bei denen jeweils eine beeindruckende Serie zu Ende ging.
Diese US-Open-Niederlage verfolgt Federer mehr
Besonders schwer wiegt für Federer demnach das US-Open-Finale 2009 gegen Juan Martín del Potro.
Federer hatte die US Open zuvor unglaubliche fünfmal in Folge gewonnen. Gegen den damals 20-jährigen Argentinier führte er im Finale sogar mit 2:1 Sätzen, verlor die Partie aber nach fünf Sätzen.
Heute sagt Federer über dieses Match:
Ich glaube, das US-Open-Finale 2009 gegen Delpo verfolgt mich mehr.»
Der Grund ist für ihn vor allem das Ende seiner Serie. Federer wusste, dass er eine solche Gelegenheit wahrscheinlich nicht noch einmal bekommen würde. Gleichzeitig ärgert ihn rückblickend, wie viele Chancen er während des Finals liegen liess.
Neben der Niederlage gegen Juan Martin del Potro nennt Federer auch das Wimbledon-Finale 2008 gegen Rafael Nadal als besonders bitter. Damals endete seine Serie von fünf Wimbledon-Titeln in Folge.