Zum Hauptinhalt springen
Sportradar

US Open 2026: Schweizer Teilnehmer, Favoriten und Übertragung im TV

Die US Open stehen vor der Tür. Wer aus der Schweiz spielt, wo das Turnier im TV läuft und wer nach Sinners Absage zu den Favoriten gehört – die Übersicht.
Nikola Brankovic
heute um 10:33 Uhr

Das letzte Grand-Slam-Turnier des Tennisjahres steht an. Ab dem 30. August kämpfen die besten Spielerinnen und Spieler der Welt in New York um den Titel bei den US Open. Bereits ab dem 24. August läuft die Qualifikation.

Wann finden die US Open 2026 statt?

Das Hauptfeld der US Open beginnt am Sonntag, 30. August 2026. Gespielt wird bis zum 13. September im USTA Billie Jean King National Tennis Center in Flushing Meadows in New York.

Das Frauen-Finale findet am Samstag, 12. September, statt. Einen Tag später steigt das Endspiel der Männer.

Bereits vom 24. bis 27. August kämpfen Spielerinnen und Spieler in der Qualifikation um die letzten Plätze im Hauptfeld.

Welche Schweizer spielen bei den US Open 2026?

Bei den Frauen stehen nach aktuellem Stand Belinda Bencic, Viktorija Golubic und Simona Waltert im Feld. Jil Teichmann musste dagegen wegen einer Verletzung am rechten Bein absagen.

Besonders grosse Hoffnungen ruhen damit auf Bencic. Die Schweizerin ist aktuell wieder in den Top 20 der Welt angekommen und bringt reichlich Erfahrung in New York mit.

Für Bencic beginnt das Turnier sogar schon vor dem Einzel-Hauptfeld: Sie tritt beim neu gestalteten Mixed-Wettbewerb gemeinsam mit dem Italiener Flavio Cobolli an.

Aus Bündner Sicht besonders interessant ist Simona Waltert. Die Churerin steht ebenfalls im Hauptfeld und bekommt damit auf der grössten Tennisbühne der USA ihre Chance.

Stan Wawrinka fehlt bei seinen letzten US Open

Eine der grössten Geschichten aus Schweizer Sicht betrifft allerdings einen Spieler, der nicht dabei sein wird.

Stan Wawrinka hat keine Wildcard erhalten. Für den US-Open-Sieger von 2016 ist das besonders bitter: Wawrinka hat angekündigt, seine Karriere nach dieser Saison zu beenden. Damit wird es für den mittlerweile 41-Jährigen kein letztes Grand-Slam-Turnier in New York geben.

Das sorgt durchaus für Diskussionen. Wawrinka hatte 2016 in Flushing Meadows seinen dritten und bislang letzten Grand-Slam-Titel gewonnen.

Auch für Dominic Stricker reicht es nach seinem Absturz in der Weltrangliste nicht direkt ins Hauptfeld.

Mehrere Schweizer versuchen dagegen über die Qualifikation ihr Glück. Unter anderem sind Jérôme Kym, Rémy Bertola und Kilian Feldbausch in der Qualifikation vertreten. Kym trifft zum Auftakt auf den Franzosen Dan Added, Bertola auf Alejandro Moro Cañas und Feldbausch auf Vilius Gaubas.

Wo laufen die US Open 2026 in der Schweiz im Free-TV?

Für Schweizer Tennisfans ist vor allem Sky Sport interessant. Der Anbieter führt die US Open aktuell in seinem Schweizer Sportprogramm und zeigt Partien aus New York.

Eine flächendeckende kostenlose Übertragung aller Matches im Schweizer Free-TV gibt es nicht. Wer möglichst viele Spiele sehen möchte, ist deshalb auf ein entsprechendes Bezahlangebot angewiesen.

Für Deutschland besitzt zudem SPORTEUROPE.TV umfangreiche Streamingrechte und bietet sämtliche Matches an. Dort kostet beispielsweise ein All-Access-Pass für das komplette Turnier 24,90 Euro. Die deutsche Verfügbarkeit sollte allerdings nicht automatisch mit einer Freischaltung in der Schweiz gleichgesetzt werden.

Die ersten Matches der Day Session beginnen aufgrund der Zeitverschiebung in Mitteleuropa in der Regel gegen 17 Uhr, die Night Session startet etwa um 1 Uhr nachts.

Sinner sagt ab: Ist Zverev jetzt der grosse Favorit?

Kurz vor Turnierbeginn gab es bei den Männern einen Paukenschlag. Jannik Sinner wird nicht antreten.

Die Weltnummer 1 laboriert weiterhin an einer Verletzung am rechten Knie. Seit seinem Wimbledon-Triumph hat Sinner kein Match mehr bestritten. Nun entschied er gemeinsam mit seinem Team, auf die US Open zu verzichten.

Damit rückt Alexander Zverev noch stärker in den Mittelpunkt. Der Deutsche hofft auf seinen nächsten Grand-Slam-Erfolg. Carlos Alcaraz als amtierender Titelverteidiger zählt natürlich auch zu den Top-Favoriten. Eine hartnäckige Handgelenksverletzung hatte ihn rund vier Monate ausser Gefecht gesetzt. Wie gut der Spanier ohne Matchpraxis bereits wieder ist, gehört zu den grossen Fragen des Turniers.

Zum erweiterten Favoritenkreis zählen zudem Novak Djokovic, Taylor Fritz und Ben Shelton. Besonders die Amerikaner hoffen auf den ersten Heimsieg seit Andy Roddick im Jahr 2003.

Wer sind die Favoritinnen bei den Frauen?

Bei den Frauen ist die Ausgangslage ebenfalls offen. Titelverteidigerin Aryna Sabalenka reist als Weltranglistenerste nach New York, zeigte zuletzt allerdings nicht ihre gewohnte Dominanz.

Zu beachten sind zudem Coco Gauff und Jessica Pegula. Gauff kommt sogar mit einem Erfolgserlebnis nach New York: Die Amerikanerin gewann unmittelbar vor den US Open das WTA-1000-Turnier in Cincinnati.

Auch Iga Swiatek gehört zum Kreis der Titelanwärterinnen. Sorgen gibt es dagegen bei Elena Rybakina, die zuletzt mit Problemen an der Ferse zu kämpfen hatte.

Wie hoch ist das Preisgeld bei den US Open 2026?

Bei den US Open geht es 2026 nicht nur um den letzten Grand-Slam-Titel des Jahres, sondern auch um so viel Preisgeld wie noch nie bei einem Tennisturnier. Insgesamt stellen die Veranstalter eine Spielerentschädigung von 108 Millionen US-Dollar bereit – rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr.

Allein die Siegerin und der Sieger im Einzel erhalten jeweils 5,5 Millionen Dollar. Doch auch ein Erstrunden-Aus lohnt sich finanziell: Wer im Hauptfeld steht, bekommt mindestens 140'000 Dollar. Dieser Betrag wurde gegenüber 2025 um 27 Prozent erhöht. Zusätzlich fliesst Geld in ein neues Unterstützungsprogramm für Spielerinnen und Spieler.

Wer hat die US Open 2025 gewonnen?

Bei den Männern geht Carlos Alcaraz als Titelverteidiger ins Turnier. Der Spanier setzte sich im Finale 2025 in vier Sätzen gegen Jannik Sinner durch.

Bei den Frauen gewann Aryna Sabalenka. Sie besiegte Amanda Anisimova im Finale in zwei Sätzen.

Auch interessant: Roger Federer feiert sein Comeback bei den US-Open.