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Sportradar

Mirka rührt Roger Federer zu Tränen – dann erhält er die grosse Tennis-Ehre

Grosse Emotionen bei Roger Federer: Bei seiner Aufnahme in die Tennis Hall of Fame hält ausgerechnet Ehefrau Mirka die Laudatio. Wenig später kann der Schweizer seine Tränen nicht mehr zurückhalten.
Nikola Brankovic
heute um 09:50 Uhr

Der 45-jährige Schweizer ist am Samstagabend in Newport im US-Bundesstaat Rhode Island offiziell in die International Tennis Hall of Fame aufgenommen worden. Federer ist damit nach Martina Hingis erst der zweite Schweizer, dem diese Ehre zuteilwird.

Mirka Federer hält die Laudatio für ihren Roger

Die ehemalige Tennisspielerin übernimmt bei der Zeremonie eine besondere Aufgabe: Mirka Federer hält die Laudatio auf ihren Ehemann.

Dabei blickt sie nicht nur auf die aussergewöhnliche Tenniskarriere des 20-fachen Grand-Slam-Siegers zurück. Stattdessen spricht sie vor allem über den Menschen Roger Federer.

Die beiden lernten sich bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney kennen. Damals hatte Federer noch keinen einzigen Titel auf der ATP-Tour gewonnen.

Inzwischen sind sie seit mehr als 20 Jahren ein Paar und haben vier gemeinsame Kinder.

Mirka macht in ihrer Rede deutlich, welche Seite ihres Mannes sie besonders schätzt. Die Familie komme für Federer immer zuerst. Besonders stolz sei sie darauf, wie er sich verhalte, wenn niemand zuschaue.

Roger Federer kann seine Tränen nicht mehr zurückhalten

Als Federer anschliessend selbst auf die Bühne tritt, werden die Emotionen immer stärker.

Einen Platz in der Geschichte des Tennissports zu bekommen, bedeute ihm enorm viel. Ruhm sei allerdings nie sein eigentliches Ziel gewesen. Er habe vor allem Spass am Tennis haben wollen.

Besonders emotional wird es, als Federer beginnt, sich bei den Menschen zu bedanken, die ihn während seiner Karriere begleitet haben.

Als er bei seiner Familie und schliesslich bei Ehefrau Mirka ankommt, kann der Schweizer seine Tränen nicht mehr zurückhalten. Federer muss seine Rede mehrfach unterbrechen, um sich wieder zu sammeln.

Federer erinnert sich an seine Anfänge als Balljunge in Basel

Trotz seiner aussergewöhnlichen Karriere blickt Federer bei seiner Rede auch weit zurück – bis zu seinen Anfängen in der Schweiz. Wenn er an Tennis denke, sehe er sich noch immer als Balljunge bei den Swiss Indoors in Basel.

Aus diesem Jungen wurde später einer der erfolgreichsten Tennisspieler der Geschichte. Federer gewann während seiner Karriere 20 Grand-Slam-Titel und insgesamt 103 Turniere auf der ATP-Tour. Insgesamt 310 Wochen führte er die Weltrangliste an, davon 237 Wochen ohne Unterbrechung.

Mit der Schweiz gewann er zudem 2014 erstmals den Davis Cup. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking holte er gemeinsam mit Stan Wawrinka Gold im Doppel.

Roger Federer erhält die grösste Ehre des Tennissports

Nun folgt die Aufnahme in die International Tennis Hall of Fame. Die Zeremonie fand auf dem historischen «Horseshoe Court» in Newport statt. Zahlreiche ehemalige Tennisgrössen waren dabei, darunter Martina Navratilova, John McEnroe und Andy Roddick.

Federer wurde gemeinsam mit der amerikanischen Sportjournalistin Mary Carillo in die Hall of Fame aufgenommen. Die beiden gehören zur «Class of 2026».

Für Federer ist es eine weitere Auszeichnung nach einer Karriere voller Rekorde und Titel.

Doch ausgerechnet an diesem besonderen Abend stehen für den Schweizer nicht seine Pokale im Mittelpunkt. Stattdessen sind es seine Familie, seine Wegbegleiter – und die Frau, die ihn schon kannte, bevor der Name Roger Federer auf der ganzen Welt bekannt war.

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