Zum Hauptinhalt springen
Sportradar

FC Basel gibt Ajeti ab – jetzt könnte er sofort gegen seinen Ex-Klub spielen

Beim FC Basel spielt Albian Ajeti zuletzt keine Rolle mehr. Nun steht der Stürmer vor einem Wechsel innerhalb der Super League – mit einer besonderen Pointe.
Nikola Brankovic

Albian Ajeti steht beim FC Basel vor dem Abschied. Nachdem der Stürmer zuletzt sportlich kaum noch eine Rolle spielte, zeichnet sich nun ein Wechsel innerhalb der Super League ab. Besonders brisant: Schon bald könnte er seinem bisherigen Klub als Gegner gegenüberstehen.

FC Basel steht vor überraschendem Ajeti-Abgang

Für Albian Ajeti zeichnet sich beim FC Basel ein vorzeitiger Abschied ab. Der 29-jährige Stürmer soll die Basler verlassen und innerhalb der Super League zum FC Lugano wechseln. Nach Informationen des «Blick» ist eine Leihe ins Tessin vorgesehen. Eine offizielle Bestätigung der beiden Klubs steht derzeit noch aus.

Damit würde der FCB einen erfahrenen Angreifer ausgerechnet an einen direkten Konkurrenten abgeben. Lugano ist stark in die neue Saison gestartet und stand zuletzt an der Spitze der Super League, während Basel ebenfalls zur Spitzengruppe gehört.

Ajeti war beim FC Basel zuletzt nur noch Zuschauer

Ganz überraschend kommt der bevorstehende Abgang dennoch nicht. Ajeti hat unter Trainer Stephan Lichtsteiner zuletzt deutlich an Bedeutung verloren. Bei den Spielen gegen den FC Zürich und die Young Boys gehörte der ehemalige Schweizer Nationalspieler nicht einmal mehr zum Basler Aufgebot.

In der Offensive ist die Konkurrenz beim FCB gross. Mit Zan Celar verpflichteten die Basler im Sommer einen weiteren Mittelstürmer. Daneben stehen unter anderem Giacomo Koloto und der derzeit verletzte Kaio Eduardo zur Verfügung. Bereits vor Saisonbeginn war deshalb offen, wie sich die Basler Stürmer-Hierarchie entwickeln würde.

Für Ajeti ist es eine erneute Wende in seiner zweiten Zeit beim FCB. Der gebürtige Basler war Anfang 2024 zu seinem Jugendklub zurückgekehrt und gehörte insbesondere in der Meistersaison 2024/25 zu den wichtigen Spielern. In der vergangenen Saison konnte er daran jedoch nicht mehr anknüpfen.

Ausgerechnet gegen Basel könnte Ajeti sein Lugano-Debüt feiern

Besondere Brisanz erhält der mögliche Transfer durch den Spielplan. Sollte die Leihe rechtzeitig abgeschlossen werden und Ajeti direkt zum Aufgebot der Tessiner gehören, könnte sein erstes Spiel für Lugano ausgerechnet gegen seinen bisherigen Arbeitgeber folgen. Genau diese Konstellation macht aus einem gewöhnlichen Transfer eine ungewöhnliche Geschichte.

Für Lugano wäre Ajeti die angekündigte Verstärkung für die Offensive. Für Basel wiederum würde sich das ohnehin grosse Kader weiter verkleinern.

Zeitdruck besteht für die Schweizer Klubs noch nicht unmittelbar: Während das Transferfenster in mehreren grossen europäischen Ligen am 1. September schliesst, können Schweizer Vereine noch bis zum 8. September Transfers tätigen.

Vom Hoffnungsträger zum Konkurrenten

Ajetis Situation hat sich damit innerhalb relativ kurzer Zeit deutlich verändert. Noch im vergangenen Jahr sollte der langjährige FCB-Spieler mehr Verantwortung übernehmen. Sportlich geriet er anschliessend jedoch ins Hintertreffen. Im Sommer kam mit Celar zusätzliche Konkurrenz hinzu.

Nun könnte Ajeti seine Karriere nur wenige hundert Kilometer entfernt fortsetzen – und dabei mit Lugano ausgerechnet gegen den Klub antreten, für den er bereits als Nachwuchsspieler auflief.

Passend zum Beitrag:
Die Schweizer Klubs haben eine Woche länger Zeit für ihre Transfers.