Alisha Lehmann ist zurück in der Nati – jetzt geht es um die WM | Südostschweiz
Sportradar
Alisha Lehmann ist zurück in der Nati – jetzt geht es um die WM
Nach einer Verletzungspause gehört Alisha Lehmann wieder zum Schweizer Kader. Die 27-Jährige soll der Nati in den entscheidenden WM-Playoffs gegen Israel helfen.
Alisha Lehmann steht vor ihrem Comeback in der Schweizer Frauen-Nati. Nationaltrainer Rafel Navarro hat die 27-jährige Angreiferin für die beiden WM-Playoff-Spiele gegen Israel aufgeboten. Für Lehmann endet damit eine längere Pause im Nationalteam. Eine Verletzung hatte sie in den vergangenen Monaten ausgebremst. Mittlerweile ist die Schweizerin wieder fit und hat sich bei Leicester City zurück in die Startelf gespielt.
Lehmann musste wegen einer Verletzung pausieren
Alisha Lehmann hatte noch im März für die Schweiz gespielt. Für die anschliessenden WM-Qualifikationsspiele im April musste sie ihre Teilnahme jedoch verletzungsbedingt absagen.
Auch bei den späteren Zusammenzügen fehlte die Offensivspielerin. Nun erhält sie von Navarro wieder eine Chance. Der Nationaltrainer begründet ihre Rückkehr unter anderem mit ihrer Entwicklung bei Leicester City.
Nach ihrem Wechsel zum englischen Klub kämpfte sich Lehmann schrittweise zurück. Inzwischen kam sie bei Leicester wieder mehrfach von Beginn an zum Einsatz. Laut dem Schweizerischen Fussballverband hat sie sich damit erneut für das Nationalteam empfohlen.
Navarro sieht Lehmann als wichtige Spielerin
Eine Garantie auf einen Stammplatz erhält Lehmann trotz ihrer Rückkehr nicht. Navarro bezeichnete ihre aktuelle Situation in England bei der Bekanntgabe des Kaders als nicht optimal.
Für den Nationaltrainer ist jedoch entscheidend, dass die 27-Jährige wieder regelmässig zum Einsatz kommt. Gleichzeitig bezeichnete er Lehmann als wichtige Spielerin für die Schweizer Auswahl.
Ihre Erfahrung könnte vor allem in den entscheidenden Playoff-Partien eine Rolle spielen. Lehmann hat bislang 66 Länderspiele für die Schweiz bestritten und zehn Tore erzielt.
Im Schweizer Angriff herrscht allerdings grosse Konkurrenz. Navarro hat zahlreiche offensiv ausgerichtete Spielerinnen nominiert. Dazu gehören unter anderem Iman Beney, Géraldine Reuteler, Sydney Schertenleib, Riola Xhemaili und Svenja Fölmli.
Darum könnte Lehmann gegen Israel wichtig werden
Die Schweiz dürfte gegen Israel über weite Strecken auf einen tief stehenden Gegner treffen. Navarro erwartet eine defensive Formation mit einer Fünferkette.
Seine Mannschaft soll deshalb mutig auftreten und von Beginn an offensiv spielen. Dafür benötigt sie Spielerinnen, die sich auf engem Raum durchsetzen und im letzten Drittel für Überraschungsmomente sorgen können.
Lehmann kann auf beiden Aussenbahnen und in einer offensiveren Rolle eingesetzt werden. Ihre Schnelligkeit bietet der Schweiz zudem eine Möglichkeit, das Spiel über die Flügel zu öffnen.
Ob sie direkt in der Startelf steht oder zunächst als Einwechselspielerin vorgesehen ist, liess Navarro offen. Allein ihre Rückkehr erweitert jedoch die offensiven Möglichkeiten des Nationaltrainers.
Diese beiden Spiele entscheiden über die nächste Runde
Das Hinspiel gegen Israel findet am Freitag, 9. Oktober, im ungarischen Mezőkövesd statt. Anpfiff ist um 18.30 Uhr. Die Partie wird live bei SRF zwei übertragen.
Vier Tage später fällt in der Schweiz die Entscheidung. Das Rückspiel wird am Dienstag, 13. Oktober, im Stade de Tourbillon in Sitten ausgetragen. Die Partie beginnt um 19.30 Uhr.
Die Schweizer Spielerinnen kommen am 5. Oktober zum gemeinsamen Trainingslager zusammen. Nach dem Hinspiel reist die Mannschaft direkt in die Schweiz zurück und bereitet sich in Saillon auf das Rückspiel vor.
Auf dem Weg zur WM wartet noch eine weitere Hürde
Mit einem Sieg über Israel wäre die Schweiz noch nicht für die Weltmeisterschaft qualifiziert. In der zweiten Playoff-Runde würde das Team von Navarro auf Österreich oder den Kosovo treffen.
Erst der Gewinner dieses Duells löst das Ticket für die Frauen-WM 2027 in Brasilien. Das Turnier findet vom 24. Juni bis zum 25. Juli 2027 statt.
Für Alisha Lehmann beginnt damit eine entscheidende Phase. Nach ihrer Verletzungspause hat sie sich bei Leicester zurückgekämpft und erhält nun wieder eine Chance in der Nati. Ob sie bereits gegen Israel ihr Comeback auf dem Platz feiert, entscheidet sich spätestens am 9. Oktober.