Alexander Zverev wird die Nummer eins – Erfolge und Rückschläge des Deutschen | Südostschweiz
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Alexander Zverev wird die Nummer eins – Erfolge und Rückschläge des Deutschen
Alexander Zverev steht als Nummer eins zum Jahresende fest. Sein Weg führte über Olympiagold, verlorene Grand-Slam-Finals und eine Verletzung, die ihn monatelang ausbremste.
Alexander Zverev hat ein weiteres grosses Ziel erreicht: Der 29-Jährige wird die Tennissaison 2026 an der Spitze der Weltrangliste beenden. Seit Carlos Alcaraz am Montag in Shanghai gegen Zizou Bergs ausgeschieden ist, kann ihm die Jahresend-Nummer eins nicht mehr genommen werden. Im aktuellen Ranking steht Zverev allerdings noch hinter Jannik Sinner. Frühestens am 2. November kann der Deutsche den Spitzenplatz übernehmen.
2016 schlägt Zverev Stan Wawrinka und gewinnt seinen ersten Titel
Ein früher Meilenstein gelang Zverev gegen einen Schweizer: Mit 19 Jahren gewann er 2016 in St. Petersburg seinen ersten Titel auf der ATP-Tour. Im Final bezwang er Stan Wawrinka mit 6:2, 3:6, 7:5.
Wawrinka hatte kurz zuvor die US Open gewonnen. Zverev beendete mit seinem Erfolg zudem eine Serie von elf gewonnenen Finals des Schweizers. Der Sieg zeigte früh, dass er auch die etablierten Stars schlagen konnte.
2018 lässt er sogar Roger Federer und Novak Djokovic hinter sich
Bei den ATP Finals in London gewann Zverev einen seiner bis dahin bedeutendsten Titel. Im Halbfinal besiegte er Roger Federer, im Final setzte er sich gegen Novak Djokovic durch.
2021 triumphierte er erneut beim Saisonabschluss der besten Spieler. Diesmal schlug er im Final Daniil Medwedew mit 6:4, 6:4. Zverev hatte damit längst bewiesen, dass er grosse Turniere gewinnen konnte. Der erste Grand-Slam-Titel fehlte ihm dennoch.
2020 verliert er den US-Open-Final trotz klarer Führung
Eine seiner bittersten Niederlagen erlebte Zverev in New York. In seinem ersten Grand-Slam-Final führte er gegen Dominic Thiem bereits mit zwei Sätzen. Auch im entscheidenden fünften Satz hatte er beim Stand von 5:3 den Sieg auf dem Schläger.
Doch Thiem kämpfte sich zurück und gewann schliesslich im Tiebreak. Zverev verlor mit 6:2, 6:4, 4:6, 3:6, 6:7. Aus der grossen Chance auf den Durchbruch wurde eine Niederlage, die seine Karriere noch lange begleiten sollte.
2021 holt Zverev Olympiagold in Tokio
Ein Jahr später gelang ihm ein aussergewöhnlicher Erfolg: Bei den wegen der Pandemie verschobenen Olympischen Spielen gewann Zverev Gold im Einzel.
Im Halbfinal drehte er die Partie gegen Djokovic nach verlorenem ersten Satz. Im Final liess er Karen Chatschanow beim 6:3, 6:1 kaum eine Chance. Zverev wurde damit der erste deutsche Olympiasieger im Männer-Einzel seit der Rückkehr des Tennis ins olympische Programm 1988.
2022 stoppt ihn eine schwere Verletzung gegen Rafael Nadal
Dann folgte der wohl schwerste körperliche Rückschlag seiner Laufbahn. Im Halbfinal der French Open gegen Rafael Nadal knickte Zverev mit dem rechten Fuss um. Er riss sich alle drei Aussenbänder im Sprunggelenk und musste aufgeben.
Statt um den Titel zu spielen, begann für ihn eine lange Rehabilitation. Die Verletzung beendete seine Saison und machte den Weg zurück zu einer zusätzlichen Herausforderung.
Auch gegen Alcaraz und Sinner bleibt der Grand-Slam-Titel zunächst aus
2024 erreichte Zverev den Final von Roland-Garros. Gegen Carlos Alcaraz führte er mit zwei Sätzen zu einem, verlor aber noch in fünf Sätzen.
Bei den Australian Open 2025 stand er erneut im Endspiel. Diesmal unterlag er Jannik Sinner mit 3:6, 6:7, 3:6. Drei Grand-Slam-Finals, drei Niederlagen: Trotz Olympiagold und seiner ATP-Finals-Titel blieb die wichtigste Lücke in seiner Titelsammlung offen.
2026 gelingt der Durchbruch in Paris und New York
In diesem Jahr änderte sich das. Im Final der French Open besiegte Zverev Flavio Cobolli in fünf Sätzen und gewann seinen ersten Grand-Slam-Titel. Im entscheidenden Durchgang setzte er sich mit 6:1 durch.
Im September folgte der zweite grosse Triumph: Zverev gewann die US Open gegen Ben Shelton mit 6:3, 7:6, 5:7, 6:2. Sechs Jahre nach dem verlorenen Final gegen Thiem hielt er nun auch in New York den Pokal in den Händen.
Mit der gesicherten Jahresend-Nummer eins bekommt diese Saison einen weiteren Höhepunkt. Die Rückschläge gehören weiterhin zu seiner Geschichte – inzwischen aber auch die Grand-Slam-Titel, auf die er so lange warten musste.