Keine Olympia-Bobevents in Cortina – kommt jetzt St. Moritz zum Zug?
Der Entscheid hatte sich längst abgezeichnet, nun hat ihn Giovanni Malago, der Präsident des Organisationskomitees der in gut zwei Jahren stattfindenden Spiele, auf der Session des Internationalen Olympischen Komitees in Mumbai in Indien die Verlegung der Rennen im Bob, Schlitteln und Skeleton bestätigt. Die Wettkämpfe im Eiskanal bei den Olympischen Spielen 2026 in Mailand/Cortina d'Ampezzo finden nicht in Italien statt. Der Grund: die Kosten. Das Projekt sollte viel teurer werden, als ursprünglich angenommen. Die veranschlagten Kosten von rund 40 Millionen Euro sind laut dem italienischen Sender Rai offenbar auf etwa 120 Millionen Euro angewachsen.
Die Verantwortlichen in Italien sorgen damit für ein Novum in der Geschichte der Olympischen Winterspiele. Noch nie haben Wettbewerbe bei einer solchen Veranstaltung ausserhalb des Gastgeberlandes stattgefunden.
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Als möglicher Austragungsort der Wettbewerbe im Eiskanal steht St. Moritz zur Debatte. Interesse haben zudem die Österreicher mit ihrer Bahn in Innsbruck signalisiert. «Wir arbeiten daran, gemeinsam mit dem IOC und den internationalen Verbänden alle möglichen Lösungen und Alternativen zu prüfen», sagte Malago. Der St. Moritzer Gemeindepräsident Christian Jott Jenny bestätigte kürzlich, dass es bereits Kontakte mit den italienischen Behörden gegeben hatte. (sda/rmi)