Zwölf gerissene Geissen bei Präz – Wolfsangriff vermutet
Die Attacke geschah in der Nacht vom Dienstag auf den Mittwoch der vergangenen Woche im Sömmerungsgebiet von Präz. Wie der Bündner Bauernverband mitteilt, tötete wohl ein Wolf in dieser Nacht insgesamt zwölf Ziegen. Die Ziegenherde sei ordnungsgemäss eingezäunt gewesen.
Am Dienstagabend kontrollierte der zuständige Hirt die Zäune und die Stromspannung und alles war in bester Ordnung, wie der Bauernverband schreibt. Am Mittwochmorgen zeigte sich dem Hirten jedoch ein anderes Bild: Zehn tote Ziegen, eine weitere musste erlegt werden, zwei Ziegen wurden vermisst und zwei Ziegen überlebten den Angriff. Der Hirt alarmierte sofort die Wildhut. Eine der vermissten Ziege konnte später leicht verletzt gefunden werden, heisst es weiter.
Die Ziegen gehörten einer Person
Für den Tierhalter, welcher seit über zwanzig Jahren Ziegen halte, sei es ein überaus schwieriger und emotionaler Moment gewesen, schreibt der Bauernverband. Er habe die Ziegen am Freitag auf die Sömmerung gebracht und müsse nun ein paar Tage später erfahren, dass fast die ganze Gruppe Opfer eines Wolfsangriffs wurde. In der Begehung vor Ort stellte die Wildhut laut Mitteilung fest, dass die Zäune den Herdenschutzvorgaben entsprechen.
Eine Bestätigung, dass es sich beim Angreifer um einen Wolf gehandelt habe, steht vom Amt für Jagd und Fischerei noch aus. (rac)