Zur Zielgruppe gehört alles, was auf Rädern kommt
Durch die Fensterfront ihres neuen Cafés sieht man bis weit ins Durnageltal. Aber wichtiger sei der Ausblick auf das, was direkt hinter dem Glas liege, sagt Stefan Freuler: die Hauptstrasse von Linthal. «Töfffahrer schauen gerne dem Verkehr zu», sagt Stefan Freuler mit einem Schmunzeln – sehen und gesehen werden.
Stefan Freuler ist selber ein leidenschaftlicher Motorradfahrer. Er und seine Frau Heidi Freuler haben in diesen Tagen «Freuler's Race Cafe» in Linthal eröffnet. Ein Café, in dem sich alles um Motoren dreht. «Wir haben uns einen kleinen Traum erfüllt», sagt Stefan Freuler. «Zur Zielgruppe gehört alles, was auf Rädern kommt», witzelt er. Aber natürlich seien alle herzlich willkommen.
Vor zweieinhalb Jahren kaufte das Ehepaar das Gebäude am Dorfeingang von Linthal. Vorher war hier der Schauraum eines Möbelgeschäftes. In den letzten zwei Jahren bauten die Freulers um. Im vorderen Teil haben sie eine Gaststube mit 30 Plätzen eingerichtet.
Der Name «Race Cafe» ist Programm: Blitzblank polierte Oldtimer-Rennmaschinen stehen neben den Tischen, in der Vitrine stehen Motosport-Memorabilia, alte Plakate an der Wand bewerben das Klausenrennen und das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.
«Es ist gut angelaufen»
Über Auffahrt hatte «Freuler's Race Cafe» erstmals geöffnet. «Es ist gut angelaufen», sagt Heidi Freuler, die als Gastgeberin das Café führt. Die Öffnungszeiten richten sich nach der Töffsaison: Im Winter bleibt das Café ausser für Anlässe geschlossen. Etwa einen Monat, bevor der Klausenpass aufgeht, geht es auf. Geöffnet ist immer am Wochenende: samstags von 9 Uhr bis 20 Uhr, sonntags von 9 Uhr bis 18.30 Uhr.
«Freuler's Race Cafe» ist allerdings mehr als ein Verpflegungsstopp für durstige Motorradfahrer: Durch eine Metalltüre tritt man in ein kleines Oldtimer-Museum, das im hinteren Teil des Gebäudes untergebracht ist. Während seiner Lehre als Carosseriespengler kaufte Stefan Freuler sein erstes Oldtimer-Auto: einen Austin-Healy mit Froschaugen für 50 Franken. Mittlerweile hat er genug Autos und Töffs beisammen, um ein kleines Museum zu füllen. Von der restaurierten Rennmaschine bis zum noch verstaubten Scheunenfund ist alles dabei.