Wo zwei Welten aufeinander prallten
«Primary Futures», so nennt sich das Programm, das sich zum Ziel gesetzt hat, in Zusammenarbeit mit Schulen den Horizont der Kinder zu erweitern, geschlechtsspezifische Stereotypen infrage zu stellen und das Lernen von klein auf zum Leben zu erwecken. Und was würde sich in Davos besser als Anknüpfungspunkt eignen als das WEF?
Bereits im Vorfeld machten sich die Mittelstufenschüler aus dem Unterschnitt mit Lehrmitteln von «Primary Futures» Gedanken zu ihrer beruflichen Zukunft. Auf einem Fragebogen konnten sie sich zu ihrem Traumberuf äussern und passend dazu eine Zeichnung malen. Während dabei «Klassiker» wie Tierärztin oder Eishockeyspieler zu finden waren, war auch der Wunsch, Landwirt oder Landmaschinenmechaniker zu werden, erstaunlich oft vertreten. Auch Youtuber und Pfarrer fanden sich auf der Zusammenstellung wieder.
Am Montagnachmittag wurden diese Zeichnungen im Foyer der Primarschule Platz ausgestellt. Dort traf die Schülerschar dann auf «hohen Besuch». Eine äusserst divers zusammengestellte Truppe führte gruppenweise Gespräche mit dem Davoser Nachwuchs. Darunter alt Ständerätin Pascale Bruderer, die nach ihrer politischen Karriere mit der App «Crossiety» zur Unternehmerin wurde. Oder Jos De Blok, Gründer und Direktor von «Buurtzorg Nederland», einer Organisation in der ambulanten Pflege in den Niederlanden. Auch Hilde Schwab, die Gattin von WEF-Gründer Klaus Schwab, nahm sich Zeit, um mit den Kindern zu sprechen.