«Wir wollen regionale Antworten auf globale Fragen finden»
Am Freitag stellte sich der Trägerverein des auf den 9. und 10. September geplanten «Swiss Water and Climate Forum» (SWCF) das erste Mal der Öffentlichkeit vor. Sein Ziel sei, die globale Wasser- und Klimadebatte auf regionaler Ebene umzusetzen, erklärte dabei Co-Präsident Johannes Heeb. Das SWCF verstehe sich dabei nicht als Kongress im klassischen Sinn, sondern als Projektschmiede. «Sie wird von regionalen Fokusgruppen aus dem Unternehmertum, der Jugend, der Landwirtschaft und dem Bereich ‹Governance› vorbereitet, die ihre Problemstellungen einbringen.» An der Tagung in Willisau sollen daraus dann möglichst viele gute Projekte entstehen. Diese sollen von einem wirtschaftlichen Ansatz geprägt sein, damit sie Eigendynamik entwickeln könnten, ergänzte Co-Päsident André Marti. «Nur so bewegt sich langfristig etwas.» Getragen wird die Idee von einer Vielzahl gleichgesinnter Schweizer Organisationen.
Gastregion Davos/Oberengadin
Ihre Problemstellungen ins erste Forum einbringen sollen dabei die Regionen Davos und Oberengadin. «Sie stehen exemplarisch für einen touristisch stark genutzten Alpenraum», erklärt der Kommunikationsverantwortliche des Forums, Ernst Bromeis. Als mögliche Betätigungsfelder führt er das Mikroplastik an, das von der Jugendbotschafterin Anna Sidonia Marugg selbst an der Quelle des Inn, auf 2800 Metern über Meer gefunden wurde. Aus der Frage, wie es dahinkomme, ob eher der Pneuabrieb oder die Entsorgung des Räumschnees über den Inn für den Eintrag von Mikroplastik verantwortlich sei, ergibt sich für sie die Erkenntnis: «Es geht um unsere Zukunft, und wir haben ganz viele Ideen.» Was der Jugend jedoch fehlen würde, seien die Mittel, und sie komme alleine nicht weiter. Daher sei zu protestieren nicht genug, es gelte, sich zu vernetzen. «Das hilft gegen das Gefühl der Hilflosigkeit», sagte Marugg.