Handwerk hat immer noch einen goldenen Boden
Es ist eigentlich kaum zu glauben, dass das Handwerk heutzutage nicht einen höheren Stellenwert geniessen kann. Immerhin ist solide Handarbeit nach wie vor gefragt. Dies zeigt sich auch in einem eklatanten Mangel an Fachkräften jeglicher Art, nicht nur in unserer Region: Auch beim Schweizerischen Gewerbeverband war dies an der Winterkonferenz vom Januar in Klosters ein zentrales Thema.
Doch wie soll man dem begegnen? Ideen gibt es viele, allein die Umsetzung ist schwierig. Vornehmlich gilt es, das Handwerk wieder als das anzusehen, was es ist: Ehrliche und ehrenwerte Arbeit, nicht an einem PC, sondern mit den Händen.
Dem Fachkräftemangel entgegenwirken
Ein in Klosters ansässiger Unternehmer wünscht sich, dass dies schon in der Schule beginnt, ja, eigentlich schon früher, im Elternhaus. Der Umgang mit elektronischen Geräten ist schön und gut, doch wenn es darum geht, einen Wasserhahn zu reparieren, eine Lampe zu montieren oder, einfacher gesagt, einen Nagel richtig einzuschlagen, ist Handwerk gefragt. Schliesslich ist das Ansehen des normalen «Büetzers», wie es schon Gölä seinerzeit besungen hat, nicht sehr gross; man wünschte sich, dass das Pendel endlich wieder auf diese Seite ausschlägt. Dies muss nicht zuletzt über das Portemonnaie erfolgen.
Die Rekrutierung billiger Arbeitskräfte aus dem Ausland zahlt sich auf lange Sicht nicht aus: Niemand ist verantwortlich, mangelndes Fachwissen und der immer steigende Zeitdruck seitens der Unternehmer fördern höchstens das «Pfuschwerk»; was die Schweiz jedoch braucht, sind exakte und verantwortungsvolle Arbeitskräfte mit Fachwissen.