Wenn in der Fragestunde Fragen über die Fragestunde gestellt werden
Wie viel Aufwand gibt es, die Fragen der Fragestunde zu beantworten? Wie viel kostet der Aufwand? Und: Gibt es Möglichkeiten, die Fragen nicht zu beantworten oder als nichtig zu beurteilen?
Diese Fragen stellte der CVP-Grossrat Roland Kunfermann in der Fragestunde des Grossen Rates. Wirklich beantworten konnte Regierungsrat Jon Domenic Parolini die Fragen allerdings nicht, da nicht erhoben wird, wie viele Fragen jeweils gestellt werden und es auch schwierig zu errechnen ist, wie viele Arbeitsstunden von Nöten sind, da bei der Beantwortung immer verschiedene Dienststellen und Angestellte involviert sind.
Trotzdem ist Kunfermann zufrieden mit der Beantwortung der Fragen. Sein Ziel war es nämlich gemäss eigener Aussage, darauf aufmerksam zu machen, dass nicht jede Frage im ganzen Rat geklärt werden muss, sondern gewisse Dinge auch unkompliziert direkt mit dem zuständigen Regierungsrat geklärt werden können. «Als ich im Grossen Rat angefangen habe, wurden jeweils etwa fünf oder sechs Fragen gestellt. Das verträgt sich auch.» Aber bei der Aussensession in Pontresina habe man sich einen ganzen Vormittag mit der Fragestunde beschäftigt. «Ein wenig mehr Effizienz würde nicht schaden.» Es sei ihm auch bewusst, dass jede Frage für den Fragesteller selber als wichtig erscheine, trotzdem müsse man sich auch immer fragen, ob die Fragen nicht nur das eigene «Gärtchen» betreffen würden.
Als Problem erachtet der CVP-Grossrat auch, dass immer komplexere Fragen gestellt werden. «Dafür gibt es das Instrument der Anfrage, wo Fragen dann auch vertiefter beantwortet werden können. Die Fragestunde sei da für einfach zu beantwortende Nachfragen.