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Schweiz & Welt

Wenn Fräsen an der Schneedecke knabbern

Südostschweiz
30.04.2019, 08:59 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Während die Pässe Bernina, Julier, Lukmanier, Maloja und Ofen ganzjährig offen bleiben, werden die sieben anderen Passstrassen Graubündens spätestens ab November oder Dezember in den Winterschlaf gebracht. Die Dauer der Wintersperre ist von Pass zu Pass verschieden. Der Oberalp- und der Splügenpass können beispielsweise oft bereits Ende April geöffnet werden. Bei der Forcola di Livigno oder dem Umbrailpass dauert es hingegen bis Ende Mai oder sogar bis Anfang Juni, schreibt der Kanton Graubünden in einer Mitteilung. Hauptfaktoren für den Zeitpunkt der Passöffnung sind das Wetter und die Passhöhe.

Kampf gegen den Schnee und die Zeit

Damit die Passstrassen nach der Wintersperre rechtzeitig wieder dem Verkehr übergeben werden können, braucht es sehr viel Aufwand. Die Mitarbeiter des Tiefbauamts arbeiten dafür wochenlang unter Hochdruck und bei anspruchsvollen Verhältnissen. Wiederkehrende Wintereinbrüche und die stetige Lawinengefahr gehören hier zum Alltag. Ein neues Video gibt einen Einblick in die Arbeit zwischen vier Meter hohen Schneewänden.

https://www.youtube.com/watch?v=cCdFZ1yh2Hw

Die Alpenpässe gehören zur Identität der Schweiz wie Uhren oder Käse. Auch in Graubünden ist der jahrtausendalte Verkehr über die steilen Kurven fester Bestandteil der Kultur. Die Alpenpässe haben auch dazu beigetragen, dass sich die einzelnen Talschaften und autonomen Gemeinden Graubündens über die Jahre nähergekommen sind. Durch die gemeinsamen Interessen am Offenhalten der Saumwege und durch den gemeinschaftlichen Saumverkehr konnte sich trotz kultureller Vielfalt und mangelnder geographischer Einheit ein einiges Graubünden entwickeln.

Informationen zu Passöffnungen Aktuelle Informationen zu den einzelnen Passöffnungen sowie detaillierte Angaben zu Strassenarbeiten und Behinderungen sind auf www.strassen.gr.ch abrufbar. (phw)

Mehr zum Thema: Kanton Graubünden, Schweiz
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