Weinbörse: In 25 Sekunden zu einer Rarität
Was vor 40 Jahren mit einer Börse für Kinderkleider begonnen hat, feiert nun mit seltenem Wein ein Jubiläum. Wie die Veranstalter schreiben, war die Weinbörse zuerst ganz klein, ist aber von Jahr zu Jahr immer mehr gewachsen. Heute sei sie eine Schweizer Auktionsplattform für Weine mit einer internationalen Bedeutung, die über die Schweizer Grenzen hinausreiche. Der Anlass findet nun seit 40 Jahren zweimal jährlich und abwechselnd zwischen Zürich und Bad Ragaz statt. Alles dreht sich um seltene Weine, die es im Handel nicht mehr gibt. Vor allem Weinsammlerinnen und Weinsammler zeigen an der Börse grosses Interesse, wie es heisst.
1728 Lots im Wert von über 3 Millionen Franken
In der aktuellen Auktion werden 1728 Lots versteigert. Ein Lot besteht jeweils aus einer oder mehreren Flaschen. So gross sei die Auktion bisher noch nie gewesen. Was aber schon immer so war, ist die Schnelligkeit. «In etwa 25 Sekunden sind die Raritäten weg», sagt Karin Gabriel von der Weinbörse AG. Unter den Weinen ist auch Rebensaft aus der Schweiz vertreten. Unter anderem seien Raritäten vom Weingut Donatsch, Studach und Gantenbein dabei. Hauptsächlich handelt es sich aber um Burgund und Bordeaux, Weine aus Frankreich. Vor drei Jahren hatte dennoch der Malanser Winzer, Martin Donatsch, Erfolg an der Weinbörse. Wir haben darüber berichtet:
Donatsch: «Ich war perplex und schockiert»
«Etwas Rares hat mehr Wert», sagt Gabriel. So eine Kiste im eigenen Weinkeller zu besitzen, sei etwas ganz Spezielles. Deshalb komme die Kundschaft nebst der Schweiz auch aus den Nachbarländern und sogar von Übersee. Es gebe auch Broker und Weinsammler, die den Wein dann wieder weiterverkaufen.