Dem Ursprung des Advents auf der Spur
Wie jedes Jahr beginnt die Adventszeit vier Sonntage vor Weihnachten. Somit beginnt sie in diesem Jahr am 27. November, ganze 26 Tage vor Heiligabend. Der Begriff «Advent» stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Ankunft und damit wiederum ist die Ankunft beziehungsweise die Geburt Jesu Christi gemeint, die an Weihnachten gefeiert wird.
Die Adventszeit gilt demnach als Vorbereitung auf die Weihnachtsfeiertage. Heute bedeutet das hauptsächlich, dass unser Konsum in eine festliche Richtung gelenkt wird. So werden sowohl in Graubünden als auch im Kanton Glarus an Weihnachtsmärkten verschiedene Leckereien verkauft. In Einkaufsläden warten Weihnachtsaktionen und unzählige Dekorationsartikel auf uns. Ausserdem erklingen aus allen Ecken Weihnachtssongs. Früher wurde die Adventszeit noch ganz anders gefeiert – wobei von Feiern dabei kaum die Rede ist.
Fasten und Gebete anstatt Lebkuchen und Geschenken
Es mag heute unvorstellbar klingen, doch früher war die Adventszeit vergleichbar mit der Fastenzeit vor Ostern. Weihnachten ist im Christentum das zweithöchste Fest. Demnach galt es sich auf das Fest entsprechend vorzubereiten. Dies taten die Leute auf eine geistliche Weise: mit Fasten, Gebeten und Busse. Seit 1917 wird das Fasten jedoch nicht mehr von der Katholischen Kirche gefördert. Dafür rückten die Gebete in den Vordergrund.
Somit besteht auch eine Verbindung zum traditionellen Fasnachtsbeginn am 11. November. An diesem Tag konnten die Christinnen und Christen früher noch einmal so richtig feiern, bevor danach die Adventszeit begann – genau so, wie dies heute noch jeweils an den Tagen vor Aschermittwoch der Fall ist. Auch dann wird noch einmal so richtig gefeiert, bis am Aschermittwoch in christlichen Kreisen die Fastenzeit beginnt.