Zum Hauptinhalt springen
Schweiz & Welt

Wassersicherheitscheck statt Seepferdchen

Südostschweiz
04.07.2019, 04:30 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Ferienzeit ist Badezeit. Doch wie sieht es mit den Schwimmkünsten der heutigen Primarschüler aus? RSO-Moderator Dario Linder hat bei Thierry Jeanneret, Leiter des Amtes für Volksschule und Sport, nachgefragt, was sich mit dem Lehrplan 21 beim Schwimmunterricht ändert.

Fokus auf anderen Kompetenzen

«Der Lehrplan 21 ist kompetenzbasiert. In den Kompetenzen ist festgehalten, was der Schüler erfüllen muss. Unter anderem ist es der ‹Wassersicherheitscheck›. Er umfasst Kompetenzen zur Selbstrettung des Schülers», sagt Jeanneret. Es ginge nicht um die verschiedenen Schwimmstile und die Bewegungsfertigkeiten, wie es beim «Seepferdchen» früher der Fall war. «Das Kind soll sich bei einem Sturz ins Wasser selbst über Wasser halten und retten können. Ausserdem erlernen die Kinder die Orientierung im Wasser.»

Infrastruktur als Herausforderung

Eine der grössten Schwierigkeiten sei die Infrastruktur, vor allem in den ländlichen Regionen von Graubünden. Um die Wassersicherheit zu erlernen, brauche es jedoch kein 25-Meter-Becken. Es könne auch ein Freibad sein. Viele Hotels in unserem Tourismuskanton verfügen über Hotelbäder, wo die Grundkompetenz der Wassersicherheit sehr gut erlernt werden könne. Laut Jeanneret muss das Bad keine Riesendimensionen haben. (nua)

Wassersicherheitscheck statt Seepferdchen | Südostschweiz