Was schaut heraus?
Die total 450 Sitzungen, an denen mehr als 2500 führende Persönlichkeiten von rund um den Globus teilgenommen hätten, seien eine wichtige Gelegenheit gewesen, regionale und globale Zusammenarbeit zu fördern, um Stabilität wiederherzustellen und reale Auswirkungen zu erreichen, heisst es in einer am Freitag vom WEF verbreiteten Meldung. Das beherrschende Thema am diesjährigen Treffen war sicherlich der Krieg in der Ukraine. «Er hat unermessliches menschliches Leid verursacht. Und die weiteren Auswirkungen des Konflikts sind auf der ganzen Welt zu spüren», stellt das WEF fest. In einem speziellen Austausch hätten siebzig Geschäftsführende konkrete Möglichkeiten aufgezeigt, wie ihre Unternehmen die Ukraine beim Wiederaufbau bereits jetzt unterstützen könnten, anstatt auf das Ende des Krieges zu warten.
«First Movers Coalition»
Anlässlich der Abschlussveranstaltung vom Donnserstag zählte Børge Brende, Präsident des WEF, weitere konkrete Ergebnisse auf. Unter anderem hätten sich im Bereich Umwelt und Klima inzwischen mehr als 50 Unternehmen der «First Movers Coalition» angeschlossen. Diese war von US-Präsident Biden und dem WEF anlässlich der «Climate Change Conference of the Parties» in Glasgow vom vergangenen November ins Leben gerufen worden. Dabei geht es darum, die Schwerindustrie und den Fernverkehr zu dekarbonisieren – die Sektoren, die für 30 Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich sind. Diese Unternehmen, deren Börsenwert sich auf etwa 8,5 Billionen Dollar beläuft, hätten ein starkes Signal für die Kommerzialisierung von kohlenstofffreien Technologien gesetzt und seien beispiellose Vorabkaufverpflichtungen bis 2030 eingegangen. Am Jahrestreffen hätten sich ausserdem acht weitere Länder dem Bündnis angeschlossen und sich verpflichtet, früh Märkte für saubere Technologien zu schaffen.