Über 1000 Strommasten verschwinden – andere werden ersetzt
von Sarah Keller
Das Eidgenössische Starkstrominspektorat erteilt Swissgrid die Baubewilligung für den Ausbau der Höchstspannungsleitung zwischen Pradella bei Scuol und La Punt. Mit zwei 380-Kilovolt-Leitungen soll die Versorgungssicherheit im Kanton Graubünden erhöht werden, heisst es in einer Medienmitteilung von Swissgrid. Die Schweiz soll ausserdem besser ans europäische Übertragungsnetz angebunden werden. Das Ausbauprojekt ist Teil des Strategischen Netzes 2025.
Swissgrid hat in den vergangenen zwei Jahren die Mastfundamente saniert. Jetzt werden die Masten der Höchstspannungsleitungen verstärkt und wo notwendig ersetzt. Diese Massnahmen befanden sich im Herbst 2019 in der öffentlichen Auflage.
Damals wurde klar, dass sich das Projekt verzögert. Dies, weil 50 der 127 Masten der zusätzlichen Belastung des Ausbaus nicht standhalten würden.
Ausbau des Hochspannungsnetzes im Engadin verzögert sich
Um die rund 50 Kilometer lange Leitung zwischen Pradella und La Punt auszubauen, werden rund 3500 Tonnen Stahl für die Masten verwendet. Swissgrid plant die erste Etappe der Bauarbeiten von Pradella bis Zernez für das Jahr 2021, die zweite Etappe von Zernez bis La Punt folgt 2022. Alle Masten werden mit einem grünen Schutzanstrich versehen. Das Netzprojekt soll bis Ende 2022 abgeschlossen werden.