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Schweiz & Welt

«Trump und Bolsonaro verhelfen dem WEF zu mehr Bekanntheit»

Südostschweiz
05.01.2019, 04:30 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Nach Donald Trump gab auch der brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro die Teilnahme am WEF in Davos bekannt. Für den ultrarechten Staatschef wird es die erste Auslandreise nach seinem Amtsantritt sein. Wie der amerikanische Präsident ist auch er eine polarisierende Persönlichkeit.

«Das werden nicht meine Freunde, aber daran haben sie vermutlich auch kein Interesse», sagt Alt-Landammann von Davos, Hans Peter Michel, gegenüber Radio Südostschweiz. Gegen eine Teilnahme der beiden Staatspräsidenten spreche grundsätzlich nichts, meint er. Im Gegenteil: die Aufmerksamkeit für das WEF würde dadurch sogar steigen, was sich positiv auswirke.

Gratwanderung zwischen Akzeptanz und Nicht-Akzeptanz

Würden allerdings nur noch «solche» Staatschefs am WEF in Davos teilnehmen, würde es schon anders aussehen, meint Michel. Es seien ja aber auch noch viele weitere, demokratische Politikerinnen und Politiker dabei. Er habe keine Sorge, dass sich diese Ausgewogenheit in den nächsten Jahren markant verändere.

Trotz der letztjährigen Teilnahme von Donald Trump kam es lediglich zu einer grösseren Demonstration. Dass es in diesem Jahr anders aussehen könnte, ist laut Michel ein realistisches Szenario. «Es wäre möglich, dass die Anti-WEF-Bewegung wieder einen Aufschwung bekommt», wobei die «grosse Zeit» vorbei sei. Die WEF-Gegner seien, so Michel abschliessend, erstaunlich ruhig und zahm geworden. (so)

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