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Schweiz & Welt

Tierschutz nimmt sich 1.-August-Feuer vor

Südostschweiz
27.07.2019, 04:30 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Der Schweizerische Tierschutz warnt im Vorfeld des Nationalfeiertages speziell vor 1. August-Feuern. «Jedes Jahr sehen Tausende Festbesucher unwissentlich dabei zu, wie unzählige Kleintiere wie beispielsweise Igel, Blindschleichen und Spitzmäuse bei lebendigem Leib verbrannt werden», schreibt die Tierschutzorganisation in einer Mitteilung. Die Menschen, die rund um das 1.-August-Feuer stehen, blockierten jeglichen Fluchtweg für die Kleintiere. 

Schutzzaun schafft Abhilfe

Der Schweizerische Tierschutz empfiehlt kleinere Feuer vor dem Abbrennen umzuschichten und damit die Kleintiere aus ihrem Unterschlupf zu holen. Da dies für grössere 1.-August-Feuer kaum möglich ist, wird empfohlen, rund um das Feuer einen Schutzzaun zu errichten, der kurz vor dem Abbrennen entfernt werden kann. Ein solcher Zaun verhindert, dass sich Kleintiere gar nicht erst im Holzhaufen verstecken.

Zu Hause eine normale Geräuschkulisse schaffen

Wer seinen Vierbeinern zu Hause während dem Geknalle einen Gefallen machen möchte, hält die Fenster und Storen geschlossen. Weiter sollten die Tiere nicht alleine gelassen werden und eine möglichst gewohnte Geräuschkulisse geschaffen werden (Radio oder Fernseher anstellen beispielsweise). Besonders ängstliche «sollten nicht getröstet werden, sie fühlen sich dadurch in ihrer Unsicherheit bestärkt», schreibt der Schweizerische Tierschutz weiter. 

Wer selbst Feuerwerk zünden will, soll dies nicht in unmittelbarer Nähe von Ställen, weidenden Tieren oder Wäldern tun. Aufgrund der Trockenheit schont dies nicht nur das empfindliche Gehör der Tiere, sondern vermindert zugleich die Gefahr von Waldbränden. (bae)

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