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Schweiz & Welt

SP lanciert für den Nationalrat eine Frauenkandidatur

Daniel Fischli
03.09.2019, 04:30 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Wie schon bei den letzten eidgenössischen Wahlen greifen die Glarner Sozialdemokraten Nationalrat Martin Landolt von der BDP an. Vor vier Jahren war es Landrat und Rechtsanwalt Jacques Marti, der den Sitz für die SP zurückerobern wollte, den bis 2009 sein Vater innegehabt hatte. Er scheiterte mit 45 Prozent der Stimmen gegenüber gut 51 Prozent für Landolt relativ knapp.

Jetzt will die 33-jährige Lehrerin Priska Grünenfelder aus Näfels ins Rennen steigen. Sie ist von ihrer Sektion portiert worden und soll am nächsten Montag von der Kantonalpartei bestätigt werden, was eine Formsache sein dürfte.

Bisher nur Männer in Bern

Die Bewerbung von Priska Grünenfelder wird von ihrer Sektion ausdrücklich als «Frauenkandidatur» angekündigt. Sie sei die erste Frau, die im Kanton Glarus für den Nationalrat kandidiere. Tatsächlich hat es erst einmal, im Jahr 1982, eine Kandidatur einer Glarnerin für den Ständerat gegeben. Und noch nie haben die Glarner Stimmberechtigten eine Frau nach Bern geschickt. Es sei nun Zeit für eine Frau, sagt Grünenfelder.

Die SP Glarus Nord preist ihre Kandidatin als «motiviert, jung, dynamisch und als erfahrene Berufs- und Familienfrau» an. Grünenfelder ist Lehrerin mit einem Teilpensum und kümmert sich zusammen mit ihrem Mann, der ebenfalls Teilzeit arbeitet, um die drei kleinen Kinder. Einen politischen Leistungsausweis kann sie noch nicht vorweisen.

Auch Stöckli umkämpft

Dass es nicht nur um den einzigen Glarner Sitz im Nationalrat Kampfwahlen gibt, sondern auch um die beiden Sitze im Ständerat, ist schon seit drei Wochen bekannt: Landrat Mathias Zopfi will für die Grünen entweder Thomas Hefti (FDP) oder Werner Hösli (SVP) beerben.

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