Sie demonstrieren immer weiter
Am Samstagnachmittag wurde in rund 20 Städten für den Klimaschutz demonstriert, wie Klimastreik Schweiz meldete. An der Demo im Volksgarten in Glarus haben rund 150 Personen teilgenommen, Schüler, Jugendliche, Eltern und Politiker, schweizweit über 50 000.
Die Bewegung habe im Voraus explizit Eltern und ältere Menschen aufgefordert, an der Demonstration teilzunehmen: «Die Kundgebungen fanden dementsprechend am Samstag statt, damit auch Berufstätige dabei sein und sich aktiv für den Klimaschutz engagieren konnten.» Viele Menschen seien diesem Aufruf gefolgt, so seien an dieser Demo nicht nur Schüler und Schülerinnen dabei gewesen.
Handeln oder System wandeln
Die Klimabewegung Glarus fordert, dass die Schweiz den nationalen Klimanotstand ausruft. Die Schweiz müsse die «Klimakatastrophe» als zu bewältigende Krise anerkennen, auf diese Krise reagieren und die Gesellschaft auch kompetent darüber informieren, heisst es in einem am Samstag verteilten Flugblatt. Bis 2030 müsse die Schweiz im Inland netto null Treibhausgas-Emissionen erreichen – ohne Einplanung von Kompensationstechnologien. Weiter fordert die Klimabewegung Glarus Klimagerechtigkeit. Über 23 000 Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bezeichneten in einer Stellungnahme die Anliegen als berechtigt und gut begründet, heisst es weiter. Wenn das aktuelle System diese Forderungen nicht erfüllen könne, brauche es einen Systemwandel.