«Schybefleuge» im Dorf erleben
Am Sonntag ist es wieder so weit: Bei einbrechender Dunkelheit versammeln sich die Matter Knaben, um einen alten Volksbrauch aufleben zu lassen; das «Schybefleuge». Ausgerüstet mit selbst gemachten Fackeln, einem Kranz zentimeterdicker Holzscheiben und Haselstöcken, machen sie sich am Fasnachtssonntag auf den Weg zu den Plätzen oberhalb des Dorfes, an denen sie vorher einen Holzhaufen und den «Schybelade» bereitgestellt haben.
Die Erst- bis Viertklässler ziehen fackelschwingend an der linken Talflanke auf das «Chnüü», die Grösseren auf der rechten Talseite auf die Mutten. Sobald das Feuer auflodert, wird die erste Holzscheibe glühend gemacht und am Haselstock über den «Schybelade» abgeschlagen. Dabei verkündet der «Schybebueb» mit lauter Stimme, wem er die Scheibe widmen will: «Schybe, Schybe, überrybe, die söll em Tydi i ds Nescht ine Flüge.»
Fachleute erklären den Brauch
Diesen Matter Brauch lassen die Matter gemeinsam mit der Ferienregion aufleben. Nicht auf dem «Chnüü» oder auf den Mutten, denn diese Orte bleiben den «Schybebuebe» vorbehalten, sondern mitten im Dorf, bei den Gädmern, gegenüber des Ladens Volg wird das «Schybefleuge» ab 18 Uhr von Fachpersonen – das heisst von ehemaligen «Schybebueben» – erklärt.
Die Holzscheiben der Knaben können beobachtet werden, wie sie glühend zu Tal fliegen. Man kann auch selber versuchen, die glühenden Scheiben in die dunkle Nacht hinaus zu schlagen. Für das leibliche Wohl sorgt eine kleine Festwirtschaft mit Glühwein, Getränken, selbst gemachter Gerstensuppe, Wienerli und Brot, oder man brätelt selbst einen Cervelat über dem offenen Feuer.
Sonntag, 3. März, ab 18 Uhr, in Matt beim Volg. Auskunft über die Durchführung gibt es ab morgen beim Tourismusbüro, unter Telefon 055 642 52 52 oder Mail an info@elm.ch.