Schwitzen an Kiter und Himmelsleiter
Die Testphase ist bestanden, seit gestern ist er in Betrieb: der Parc da moviment in der Obergmeind bei Tschappina. Vor der Kulisse des Piz Beverin und direkt neben dem gleichnamigen Berghaus befindet sich die zweite Pilotanlage des vom Kanton geförderten Bewegungsprogramms, und ihr geistiger Ideengeber, der in Chur tätige Sportlehrer Michael Balzer, demonstriert die insgesamt neun Geräte, die unter der Ägide des Tourismusverbands Oberheinzenberg mit den Gemeinden Flerden, Urmein und Tschappina realisiert worden sind. Zum Beispiel den Kiter, den Blickfang des Parc da moviment, einen Holzkegel, den man schwingend umrunden kann. Oder die Himmelsleiter, an der man sich wie beim Eisklettern hochhangelt, hinauf zum aufwendig gebauten Gestell des Hängegleiters, der einem ein Rumpftraining in Bewegung erlaubt. Ein Fitness-Angebot der innovativen Art – unter freiem Himmel.
Der Kanton hilft aktiv mit
«Das schönste Fitnesscenter ist ja der Kanton Graubünden», meint Hanspeter Brigger, Programmleiter Bewegung und Ernährung beim Gesundheitsamt des Kantons. Im Rahmen der Initiative «Bisch fit?» hat Brigger mit Graubündensport-Leiter Thierry Jeanneret die Grundidee hinter den Parcs da moviment entwickelt: «Es geht darum, den Gemeinden zu helfen, attraktive Bewegungs- und Begegnungsräume zur Verfügung zu stellen», erklärt Brigger. Zu diesem Zweck gebe es eine Unterstützung von jeweils maximal 20 000 Franken aus dem Sportfonds als Ansporn für die Gemeinden, ein Projekt zu initiieren, aber auch ein «Beratungspaket» seitens der Ämter sei geschnürt.
«Wir freuen uns, dass nun mit Trin und der Obergmeind zwei verschiedene Modelle für den Parc da moviment bereit sind», so Brigger. In Trin würden vor allem Kinder und Jugendliche angesprochen, in Tschappina sei die Anlage mehr auf die sportliche Leistung ausgerichtet. Laut Jeanneret steht es Gemeinden frei, in welche Richtung sie gehen möchten. «Die ideale Lösung ist vielleicht auch eine Mischung aus beiden Modellen», vermutet er. «Ein Parc da moviment soll ja generationenübergreifend die gesamte Bevölkerung ansprechen. Wenn möglich, sollen sich alle am Bewegen beteiligen – vom Kind über die Eltern bis zu Nana und Neni.»