«Rinerhörnler» lassen den Kopf nicht hängen
Die Rhetorik war aber keineswegs unangebracht – das Geschäftsjahr 2020/21 war alles andere als ruhig. Dennoch blickten die Verantwortlichen zuversichtlich in die Zukunft.
«Stürmische Zeiten», die habe man letztes Jahr und heuer gehabt, hielt Rinerhorn-Verwaltungsratspräsident (VRP) Klaus May in seinem Jahresbericht fest. «Die Ungewissheit war unser täglicher Begleiter», blickte er an der im Bergrestaurant Jatzmeder durchgeführten GV zurück. «Wir haben Personal rekrutiert für einen Winter, bei dem wir nicht sicher waren, ob er überhaupt durchgeführt werden kann». Doch nicht nur corona-technisch, auch politisch sei viel passiert: May erwähnte in diesem Zusammenhang zwei Volksabstimmungen, die zugunsten des Rinerhorns ausgefallen sind. Einerseits wurde die Bürgschaft für ein kantonales Darlehen gewährt, andererseits wurde der Wasserrechtsverleihung an die Bergbahnen für die Nutzung der Wasserkräfte des Rieberbachs und des Leidbachs zugestimmt. «Im Nachhinein tönt das sehr einfach, aber hinter solchen Vorlagen steckt viel Arbeit», führte der VRP vor Augen.
Dennoch konnte er einen «ansprechenden Jahresabschluss» präsentieren – auch wenn während der Saison viele ans Sparen denken mussten. Die über 80 anwesenden Aktionäre quittierten den Einsatz der Mitarbeitenden mit einem kräftigen Applaus. May übergab anschliessend das Wort an Geschäftsführer Reto Gamper – den «Leithammel», der das Team während der schwierigen Zeiten zusammengehalten habe.
Hochs und Tiefs
Gamper blickte zuerst auf den Sommer zurück – der dank des neuen Gästekartenmodells einen kostendeckenden Betrieb mit sich brachte. Auch der Campingplatz sei eine «enorm gute Geschichte», blickte der Geschäftsführer zurück. Weniger gut war hingegen der Blick auf die Gastronomie und die Hotellerie, die vom Corona-Winter arg gebeutelt wurde. «Im Bergrestaurant Jatzmeder konnte kein einziger Event stattfinden». Auch die Gruppenunterkünfte seien sowohl im Sommer als auch im Winter leer geblieben. Für die Wirte habe der Corona-Winter bedeutet, sich mit ständig ändernden Massnahmen auseinander zusetzen.