Zum Hauptinhalt springen
Schweiz & Welt

RhB-Direktor will nicht zu den SBB

Südostschweiz
05.09.2019, 16:49 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Renato Faschiati, kommt für Sie ein Wechsel zu den SBB in Frage? 

Nein, ich habe eine riesige Freude und Motivation, Direktor der Rhätischen Bahn zu sein und habe mich entschieden, dass ich dies auch weiterhin sein möchte. Ich möchte mich mit voller Kraft für die grossen Projekte einsetzen, die wir aufgegleist haben.

Sie haben bereits mehrmals erwähnt, dass Sie einen Traumjob haben. Was spricht nebst den Projekten und ihrer Freude an Ihrer Arbeit noch gegen die SBB?

Ich glaube es spricht nichts gegen die Funktion als SBB-Chef. Ich denke, dass es ebenfalls eine anspruchsvolle Tätigkeit ist. Es spricht viel mehr für die RhB. Unter anderem, dass wir in vielen Bereichen den Halbstundentakt einführen dürfen und dass wir die touristischen Produkte ausbauen dürfen. Weiter werden wir das Rollmaterial auswechseln und modernisieren. Ich habe wirklich grosse Lust, die RhB in Zukunft zu führen und die Ziele zu erreichen.

Die SBB haben zurzeit eine schwierige Zeit. Reizt es Sie nicht, ihr zu helfen und die SBB wieder stärker zu machen?

Ich bin überzeugt davon, dass die SBB sehr viele gute und motivierte Menschen haben, die sich täglich dafür einsetzen, dass die Züge fahren und dass die Pünktlichkeit gewährleistet wird. Ich habe sicher nicht das Gefühl, dass sie auf mich angewiesen sind, dass es wieder besser wird. Sie haben eine schwierige Phase, aber ich zweifle nicht daran, dass sie diese überwinden werden. Ich muss mit meinem Führungsteam und meinen Mitarbeitern schauen, dass wir nicht selbst in eine solchen Situation geraten und das ist meine Motivation, mich weiterhin für die RhB einzusetzen.

Ein «kleiner roter» Steuermann für die SBB?

RhB-Direktor will nicht zu den SBB | Südostschweiz