Rapperswiler «Jakob» erkocht sich «Michelin»-Stern
Küchenchef Markus Burkhard ist ein Senkrechtstarter. Er und seine Partnerin Flavia Hiestand führen seit Dezember 2015 das «Jakob» im gleichnamigen Hotel in der Rapperswiler Altstadt. Der Gastro-Führer «Gault-Millau» feierte ihn bereits als «Entdeckung des Jahres in der Deutschschweiz 2018». Nun zieht der noch prestigeträchtigere «Guide Michelin» nach und vergibt an «Jakobs Esszimmer» erstmals einen der begehrten Sterne.
«Adler» Hurden verteidigt Stern
Damit ist das Linthgebiet zurück auf der «Michelin»-Karte, nachdem Anfang 2016 mit dem Pächterwechsel im «Kunsthof» in Uznach das letzte Sterne-Lokal der Region verschwand. Weiter einen «Michelin»-Stern hält in unmittelbarer Nachbarschaft das Restaurant «Adler» in Hurden. Aus der Wertung gefallen ist das «Pur» in Pfäffikon SZ infolge Konzeptwechsel.
Nachhaltig und raffiniert
Zum «Jakob» schreibt der «Guide Michelin» 2019: «In dem puristisch-schlichten Lokal präsentiert man Ihnen am Tisch ein kreatives, finessen- und facettenreiches ‹menu surprise›.» Das «Jakob» setzt dabei auf regionale Produkte aus ebenso konsequent nachhaltigem Anbau.
Weiter mit drei Sternen, der Höchstnote, bewertet sind drei Restaurants: Das «Restaurant de l'Hôtel de Ville» in Crissier VD, «Schauenstein» in Fürstenau GR und «Cheval Blanc by Peter Knogl» in Basel, wie Michelin Schweiz bei der Sterne-Verleihung mitteilte, die gestern im KKL in Luzern stattfand.
So viel Sterne-Restaurants wie noch nie
Die Zahl der Restaurants, die mit zwei Sternen bewertet werden, stieg von 18 auf 20. Total werden im «Guide Michelin Schweiz» 105 Restaurants als Ein-Stern-Adressen empfohlen – 21 mehr als 2018.
Der «Guide Michelin» gilt als Referenz unter den Gastronomieführern – aufgrund strenger Bewertungskriterien, die für alle 30 Länder, in denen er erscheint, einheitlich sind. Der «Guide Michelin Schweiz 2019» ist ab 8. Februar im Handel erhältlich.