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Schweiz & Welt

Primarlehrer zeigen zu wenig Interesse an Ausbildung

Südostschweiz
04.06.2019, 11:44 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

An den Bündner Oberstufen herrscht Lehrermangel. Ein neuer Kurs an der Pädagogischen Hochschule Graubünden in Chur hätte dem entgegenwirken sollen. Hätte, denn der für Herbst 2019 geplante Kursbeginn musste mangels Anmeldungen um ein Jahr verschoben werden, wie der Kanton am Dienstag mitteilte. Durch den Kurs hätten sich Primarlehrpersonen berufsbegleitend zu Oberstufenlehrerinnen und -lehrern ausbilden sollen.

Durch die Verschiebung des Kurses bleibt der Mangel an stufengerecht ausgebildeten Lehrpersonen auf Sekundarschulstufe bestehen. Zwar werden auch heute schon Primarschullehrer auf der höheren Stufe eingesetzt, aber ohne die entsprechende Ausbildung. Trotz des bisher unzureichenden Interesses seitens der Primarlehrpersonen sind der Kanton Graubünden, der Lehrerverband, die Schulbehörden und der Verband der Schulleiter von der Notwendigkeit des Kurses überzeugt, wie der Kanton weiter schreibt.

Nun wird der Kanton den Studiengang für den Herbst 2020 erneut ausschreiben. Um im zweiten Anlauf genügend Teilnehmer zu finden, wird die Anmeldefrist verlängert und die zuständigen Stellen bei Kanton, Gemeinden und Verbänden werden zusätzliche Anstrengungen unternehmen, wie es weiter heisst. Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung des Studiengangs sind 24 Personen. (ofi)

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