Herzige Kälbchen und viel Lob fürs Kleinvieh an der Glarona
von Barbara Bäuerle-Rhyner
An der Landwirtschaftsausstellung Glarona auf dem Flugplatz Mollis wurde bereits ab Freitag in einem der Zelte die neuste Landtechnik der Firma Schneider Landmaschinen und Mechanik AG präsentiert. Im Stall konnten die Besuchenden Kleintiere streicheln. Zudem waren vier Rassen Mutterkühe mit ihren Kälbern zu sehen und einer der bekanntesten Stiere der Schweiz. Neben dem Muni für den Sieger am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (Esaf) 2025 in Mollis standen gemächlich ältere Braunviehkühe und die Zuchtfamilie von Hans Stüssi aus Riedern. Sie alle wurden später vom Fachmann Andi Walser im Ring präsentiert und dem Publikum vorgestellt.
Liebevoll geschmückt
Der Sonntagmorgen fing mit den Hofjüngsten unter den Glarner Bauern an. Die Kinder eiferten ihren Vorgängern nach und präsentierten sich stolz und gekonnt mit ihren Lieblingskälbern im Ring. Mit liebevoll geschmückten Tieren und professionellen Vorstellungen überzeugten sie das Publikum. Die Gesangseinlage der Geschwister Schneider aus Elm berührte wohl auch die Jury, bestehenden aus den Ehrendamen Alessia Sonderegger aus Flums und Luzia Bieri aus Entlebuch LU. Die Schneiders holten vor den fünf Figi-Geschwistern aus Luchsingen und Lena Stucki aus Oberurnen den ersten Platz. Mit ihrem Auftritt hatten aber sämtliche Kinder eine Glocke für ihren Mut und die gelebte Tierliebe verdient.
Viel Lob für Kleinvieh
Weiter ging es mit den Kleinviehvorführungen. Hier erläuterte Experte Roland Tschudi aus Uznach die sechs anwesenden Schafrassen. Ziegenexperte Peter Friedauer aus Eichberg SG erkor unter den 47 aufgeführten Ziegen die Toggenburger Geis Neela von Toni Furrer aus Haslen zur «Miss Glarona Ziege». «Ich war schon an vielen Schauen und darf wirklich sagen, dass die Glarner Kleinviehzüchter einzelner Rassen mit Qualitäten herausstechen», lobte Friedauer die Züchterinnen und Züchter.
Als Albert Horner mit dem Esaf-Muni den Ring betrat, war die Bewunderung in den Zuschauerreihen spürbar. Das imposante Tier bewegte sich ruhig zu den Erläuterungen seiner Daten von Experte Andi Walser. «Der Luxor-Stier, den wir hier haben, ist eindeutig ein besonders edler Original Braunvieh-Stier», schloss er und gratulierte Familie Horner dazu.
Eine Zuchtfamilie wartete mit einer nächsten Besonderheit auf. Aus ihrer Stammkuh Diana gingen acht Nachkommen hervor, wovon Familie Stüssi aus Riedern sechs einwandfrei präsentierte. Vor Ort wurde die Kuhfamilie vom Experten Walser bewertet, bevor dieser noch die beiden älteren Kühe, Lisi von Siegfried Fischli aus Näfels und Gisela von Ernst Schmid-Egli aus Bilten, aufgrund ihrer beeindruckender Lebensleistung vorstellte.
Gelungener Grossanlass
Gegen 4000 Besucherinnen und Besucher zählte das Event über die drei Tage insgesamt. Währenddessen lief die professionell geführte Festwirtschaft unter der Leitung von Hansjürg Jenny aus Sool stets einwandfrei. Eindrücklich war auch die Zusammenarbeit der vielen Helferinnen und Helfer.