Postvertretern weht in Benken ein rauer Wind entgegen
von Barbara Schirmer
Spätestens seit dem 25. Januar wissen die Bewohner von Benken: Ihre Poststelle wird nicht in derselben Form weitergeführt wie bisher. Am Dialoganlass in der Rietsporthalle informierten am vergangenen Freitagabend Vertreter der Post, wie sie künftig den Service public in Benken aufrechterhalten möchten. Zwei Varianten sind dazu in Abklärung. Die Filiale mit Partner oder der Hausservice. Beide Modelle stellte Thomas Simeon, Leiter Region, den Anwesenden vor. Wunsch der Post sei eine Filiale mit Partner. Lange Öffnungszeiten und die Stärkung des Partners, der mit der Post zusammenarbeitet, sind gemäss Simeon die Argumente, welche dafür sprechen.
Ein Bargeldbezug bis 500 Franken sollte bei dieser Variante ebenfalls möglich sein. Wobei nur für den Bezug von 50 Franken garantiert wird. «Wir können unseren Partnern Grossmengen Geld nicht zumuten», so die Erklärung. Das ist auch der Grund, weshalb das Modell Filiale mit Partner keine Bareinzahlungen im entsprechenden Geschäft plant. Es sei aber möglich, mit der Karte die Einzahlungen zu begleichen. Hier entstehe sogar ein Mehrwert, denn auch Maestro und Co. seien zugelassen.
Wer trotzdem auf der Bargeldzahlung beharrt, kann sich einmalig registrieren lassen. Ein entsprechendes Schildchen auf dem Briefkasten platziert, signalisiert dem Pöstler, dass er an der jeweiligen Haustüre vorbeigehen soll. Die Einzahlungen werden dann vor Ort abgeholt.
Mit Schildchen funktioniert auch der Hausservice. Dabei wird für jeglichen Postverkehr ein solches auf den Briefkasten gelegt und gewartet, bis der Postbote an der Haustüre klingelt.
«Erschossen oder vergiftet»
Es war gegen Ende seiner Präsentation, als Simeon die Säbel rasseln liess. «Wenn wir keinen Partner in Benken finden, dann wäre der Hausservice die Alternative», so seine klaren Worte. Für einen Moment war betretenes Schweigen in der Halle spürbar. Dann breitete sich ein Gemurmel aus, was vermuten liess, dass Wortmeldungen folgen würden.