Nicht heftig aus der Spur geraten
Auch das Geschäftsjahr 2020/21 war für alle Bergbahnen stark von den Einflüssen und Auflagen der Pandemie geprägt. Dies jedoch mit einem wesentlichen Unterschied. Im zurückliegenden Winter konnten die Skigebiete in Graubünden geöffnet halten. Dies im Gegensatz zum Vorjahr. Die Betriebe mussten Mitte März 2020 schweizweit wegen der verfügten Coronamassnahmen schliessen, womit die wirtschaftliche Hauptsaison ein abruptes Ende fand. Für die beiden kleineren Davoser Bergbahnunternehmen, die Bergbahnen Rinerhorn AG und die Sportbahnen Pischa AG, sind die Zahlen 2020/21 trotz der widrigen Umstände gut ausgefallen. In den Geschäftsberichten dieser zwei Tochterunternehmen der Davos Klosters Bergbahnen AG ist von einem «ansprechenden Geschäftsergebnis» (Rinerhorn) sowie sogar von einem «erfolgreichen Jahr» (Pischa) die Rede.
Einmaliger Ausfall erwartet
Empfindlich zu schaffen gemacht hat der Bergbahnen Rinerhorn AG 2020/21 der Ertragseinbruch im Hotel- und Gastronomiebereich. Hier musste gegenüber dem Vorjahreswinter covidbedingt vor allem auch wegen der Absage von Schullagern oder Vereinsreisen ein Umsatzverlust von 50,2 Prozent oder rund 1,24 Millionen Franken verzeichnet werden. Zu diesem wichtigen Einnahmeposten ist im Geschäftsbericht festgehalten, dass von einem «einmaligen Ausfall» ausgegangen werden könne. Die Zahl der Ersteintritte lag im Winter bei knapp 98 600. Der Camping-Boom sorgte auch auf dem Rinerhorn-Campingplatz für viel Betrieb, hier wurde zum Vorjahr hin eine Steigerung um 1630 auf rund 15 600 Logiernächte verbucht.