Mit einem Mausklick gegen die Folgen der Coronakrise
Der Branchenverband Gastro Graubünden lanciert ein neues Projekt für die kommende Wintersaison. Dieses soll Einbussen ausgleichen, die Restaurants durch die fehlenden Sitzplätze aufgrund der Abstandsregel von 1,5 Metern verzeichnen. Wie es in einer Mitteilung heisst, sieht das Projekt «mangiar» die Einführung von digitalen Tischreservationen in Gastrobetrieben vor. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 774'000 Franken. Davon übernimmt der Kanton Graubünden rund 300'000 Franken.
Weniger Sitzplätze ...
Aufgrund der Coronakrise wurden in den vergangenen Monaten verschiedene Schutz- und Sicherheitsmassnahmen beschlossen. In Restaurants beispielsweise gilt schon seit den Sommermonaten die Distanzregel von 1,5 Metern. Anders als in den Sommermonaten können die Bündner Gastronomen nun bald nicht mehr auf die Aussenwirtschaft ausweichen. Der Platz wird enger.
Der Branchenverband will deshalb bei einem Drittel der Bündner Gastrobetriebe die digitale Tischreservation einführen. Marc Tischhauser, Geschäftsführer von Gastro Graubünden, erklärt im Interview mit Radio Südostschweiz: «Aufgrund der Mindestabstände verlieren wir im Winter in Restaurants bis zu einem Drittel der Sitzplätze. Mit ‹mangiar› wollen wir genau dort ansetzen.»
Die Gäste könnten online über die Webseite des Restaurants oder der Destination den Tisch zur gewünschten Zeit reservieren. Dabei müssen die Anzahl der Personen sowie persönliche Kontaktangaben eingetragen werden. «Die Personen geben aber selbst an, inwiefern die Daten weiter genutzt werden dürfen. Die Datenhoheit liegt bei den Gastronomen, sofern es der Gast erlaubt.» Nach wie vor könnten Reservationen aber auch per Telefon oder Mail getätigt werden.