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Schweiz und Welt

Littering: Die Gemeinden in der Pflicht

Daniel Fischli
29.08.2019, 04:30 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Heinrich Schmid (SVP, Bilten) wollte «den Gemeinden ins Gewissen reden». Sie hätten es in der Hand, etwas gegen das Wegwerfen von Abfall in der Öffentlichkeit – das Littering – zu unternehmen. Jedes Mal, wenn er ins Klöntal gehe, sehe er übervolle Kübel und Abfall darumherum auf dem Boden, so Schmid. Oder: Würden die Gemeinden überhaupt überprüfen, ob die Veranstalter von Grossanlässen ihr im Voraus eingereichtes Abfallkonzept dann auch einhalten? Und wie sehe es im Baubewilligungsverfahren aus? Werde da dem Problem, respektive dessen Lösung genügend Rechnung getragen?

Auslöser der Schelte war ein Vorstoss von Pascal Vuichard (GLP, Mollis), der höhere Bussen für Littering verlangt hatte. Heute muss 60 Franken bezahlen, wer dabei erwischt wird. Die Regierung hatte zu bedenken gegeben, dass nur «sensibilisierende, erzieherische und technische Massnahmen» erfolgversprechend seien. Nicht aber Bussen, zumal man die Sünder meistens nicht in flagranti erwische. Die Regierung war aber trotzdem damit einverstanden, für grosse Mengen von Kehricht eine Busse von 300 Franken vorzusehen. Dem hat sich der Landrat gestern angeschlossen.

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